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Stadtmanagerin Beate Behrens warnt vor dubiosen Telefonwerbern / NKL-Pressesprecher: Haben wir nicht veranlasst

Vorsicht: Bauernfänger missbrauchen Autoschau-Tombola

Rinteln (ur). "Wir machen Millionäre" versprechen die Veranstalter der Nordwestdeutschen Klassenlotterie vollmundig in ihrer Werbung.

veröffentlicht am 28.03.2006 um 00:00 Uhr

Dieses Auto gibt es zu gewinnen - ohne Telefonwerber. Foto: tol

In Rinteln allerdings machen sich derzeit angebliche Werber der NKL als Betrüger an Teilnehmer der Verlosung zur großen Autoschau von Pro Rinteln im April heran. Mit der Behauptung, sie hätten als Loskäufer für die Autoschau bei einer Vorauslosung gewonnen, die von Pro Rinteln gemeinsam mit der NKL vorgenommen worden sei, erfragen sie telefonisch Daten zu Kontenverbindungen etc. und wollen damit vermutlich eine Geschäftsanbahnung vornehmen bzw. den Eindruck erwecken, als sei telefonisch eine Abbuchung dafür vereinbart worden. Stadtmanagerin Beate Behrens weist entschieden den Verdacht zurück, dass Pro Rinteln die Adressen der Tombolateilnehmer an irgendjemanden weitergeben würde. Auch eine Zusammenarbeit mit der NKL oder anderen Lotteriebetreibern gebe es nicht. Daher gehe sie davon aus, dass hier ein Betrugsmanöver mit dem guten Ruf der Rintelner Autoschau geplant sei und rät zur Vorsicht: "Wir jedenfalls führen keine Vorverlosungen durch, mit wem auch immer!" Pressesprecher Jan Christiansen von der NKL-Zentrale in Hamburg sieht sein Unternehmen bei dieser obskuren Telefonaktion außen vor: "Wir vertreiben unsere Lose nicht selbst, sondern über rund 200 Lotterieannahmebetriebe unterschiedlicher Größenordnung, die zum Teil ihrerseits mit Callcentern zusammenarbeiten. Durch Kontrollen überprüfen wie Seriosität und Qualität dieser Anbieter und auch der Callcenter und gehen jedem Verdacht auf unlautere Praktiken sofort nach: "Solche Methoden bewegen sich im Promille-Bereich." Man habe strikte Richtlinien vorgegeben und könne sich im vorliegenden Fall nur vorstellen, dass einzelne Callcenter-Agenten hier "weit über das Ziel hinausgeschossen sind."

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