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Zwei Männer als "Auszubildende in Sachen Erntekronebinden"

Vorm Binden kommt das Zupfen

Echtorf (mw). Ein Muss eines jeden Schaumburger Erntefestes ist die Erntekrone. Das Binden der Erntekrone, das dem eigentlichen Fest ein paar Tage vorausgeht, ist auch bei der Dorfgemeinschaft Echtorf eine Gemeinschaftsaufgabe gewesen.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 16:00 Uhr

Während Ulrike Göttsch (l.) und Frauke Pörtner (r.) schon wissen

Etliche Mitglieder der Dorfgemeinschaft Echtorf haben sich beim Erntebauernpaar Walter und Ingrid Steierberg in Echtorf getroffen, um das traditionelle Prunkstück des Erntefestes - die Erntekrone - wieder auf Vordermann zu bringen. Bevor die Erntekrone aber mit neuen Hafer- und Weizenhalmen samtÄhren bestückt werden konnte, musste zunächst das alte Korn runter. Übrig blieb ein mit Bändern aus Trachtenstoff behangenes Metallgestell. Danach wurden die neuen Getreidehalme zunächst von mehreren Mitgliedern der Dorfgemeinschaft "gezupft", um überschüssige Teile zu entfernen, und anschließend zu kleinen Sträußen zusammen gebunden. Ulrike Göttsch und Frauke Pörtner kam dann die Aufgabe zu, das blanke Metallgestell wieder in eine Erntekrone zu verwandeln. Sie haben sich in diese Arbeit im Laufe der Jahre "ein bisschen reingefuchst", erzählte Göttsch am Montag. Das Schwierige beim Binden sei, die Hafersträuße mittels Bindfaden so zu befestigen, dass der obere Teil mit den Haferkörnern nicht nach unten wegknickt. Als quasi "Auszubildende in Sachen Erntekronebinden" durften Sebastian Brandt und Nils Friedhoff den beiden Frauen zur Hand gehen. "Ich bin schon befördert worden", lachte Brandt. Im vergangenen Jahr sei er lediglich "Strohsammler" gewesen. Das Wissen um das Binden der Erntekrone werde von einer Generation zur anderen überliefert, erklärte Dorfgemeinschaftsmitglied Renate Köpper die Tradition. Nachdem die Erntekrone fertig war, wurde das gelungene Werk mit einem kleinen Umtrunk gefeiert.

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