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2. Realschuljahrgang nach dem Zweiten Weltkrieg traf sich jetzt in Aerzen wieder

Vor 60 Jahren verließen sie die Mittelschule

Aerzen. Im alten Forsthaus in Aerzen trafen sich ehemalige Mitschüler des 2. Jahrganges der Aerzener Mittelschule. Sie feierten ihre Schulentlassung vor 60 Jahren auch mit denjenigen, die von der Mittelschule auf ein Gymnasium wechselten.

veröffentlicht am 18.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:21 Uhr

Im Frühjahr 1946 war in dem Gebäude der ehemaligen Privatschule an der Königsförder Straße, in der die sogenannte Heimatschule Niedersachsen ihr Domizil hatte, die staatliche Mittelschule eingerichtet. Gestartet wurde mit 110 Schülern in drei Klassen.

Der 2. Jahrgang wurde im Frühjahr 1947 mit 55 Schülern aufgenommen. Der Lehrermangel wirkte sich aus, nicht alle Fächer wurden unterrichtet. Die Knappheit an Papier, Büchern, Schreibmaterial, guter Ernährung und wetterfester Kleidung machte den Kindern zu schaffen. Die ersten Lehrer wie Willi Schwoche, Fritz Dohrmann, Karoline Mau, Kurt Teichert und Reinhold Lenz schafften es, mit einigen zusätzlichen freiwilligen Stunden die ersten Jahrgänge erfolgreich zu unterrichten. Im Jahr 1951 wurde die vierklassige Mittelschule in eine sechsklassige Vollanstalt umgebaut. Der 2. Jahrgang konnte Ostern 1953 nach Beendigung der 10. Klasse von der Realschule verabschiedet werden. Der Lernstress für das Ablegen der Mittleren Reife setzte bei Lehrern und Schülern spätestens im Januar an. Mitte März fanden die Prüfungen der 17 Jungen und acht Mädchen vor einer staatlichen Prüfungskomission statt. Am 23. März erhielten die Realschüler ihr Abschlusszeugnis.

Nun, nach 60 Jahren, versammelten sich 22 Ehemalige, teils mit Partnern, zum Wiedersehen. Heiner Hahn las eine Rede vor, die damals sein Vater Heinrich Hahn als Vertreter der Gemeinde Aerzen an die Jugendlichen gerichtet hatte. Freia Kißling, geb. Klesser, trug eine Geschichte vor und Ilse Isenssee, geb. Mestmäker, erklärte ihre kreativen Ideen für die Tischgestaltung. Die Stimmung war heiter, im nächsten Jahr wollen sie sich wiedersehen, berichtet Irmgard Wyrwa.

Viele Erinnerungen tauschten die ehemaligen Mittelschüler jetzt im Alten Forsthaus in Aerzen aus.


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