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Von Wimpeln, Rahmen und Kasernen...

"Käfer-Kaserne": Käfers Küchenteam erreichte fast doppelte Kompaniestärke: Zur stattlichen Truppe zählten 50 Köchen sowie 150 weitere Köpfe, wie Kellner, Tellerwäscher und anderes Hilfspersonal. Nicht zu vergessen die Fahrer der zwei Laster, auf welchen zwei mobile Küchen und das Geschirr nach Bückeburg transportiert wurden. Untergebracht waren die Küchen-Käfer in der Jägerkaserne, die seither im Volksmund nur noch "Käfer-Kaserne" heißt.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 06:49 Uhr

Michael Käfer, Herr über 200 dienstbare "Küchen-Käfer".

Bezugsquelle: Bückeburgs Geschäftsleute hatten erhebliche Schwierigkeiten, genügend Wimpel und Fahnen in den weiß-rot-blauen Landesfarben zu besorgen. "Wissen Sie nicht eine Bezugsquelle?", wurde unsere Redaktion mehrfach gefragt. Verweise auf das Bürgerbataillon fruchteten nichts. Auch dort war nichts vorrätig oder aber hätte erst bestellt werden müssen. Der Vorschlageines Lesers: "Können Sie nicht Fahnen und Wimpeln zum Ausschneiden in ihrer Zeitung drucken?" Anzugs-Kontrolle: Besondere Sorgen hatte Stadtmajor Rolf Netzer . Er musste darauf achten, dass seine Bürgerbataillons-Mannen nicht den Anstecker am Revers hatten, den sie 1993 bei der Hochzeit von Fürst Alexander und Prinzessin Lilly nach dem Zapfenstreich erhalten hatten. Das gehe nicht, befand der Bataillonschef. Rahmen-Programm: Cammers Ortsbürgermeister Friedrich Rösener vermeldet einen (berechtigten) Mangel an der Berichterstattungüber die Fürstenhochzeit: In unserem am Freitag veröffentlichten Beitrag über den von der Bürgerschaft der ehemaligen Residenzstadt an das Brautpaar überreichten "Rosenfeld" ("2 600 Euro bleiben für den guten Zweck") würden zwar allerhand Prominente sowie 99 Vereine und Privatpersonen benannt, nicht aber derjenige, der für den Zusammenhalt des Kunstwerks Sorge getragen hat. Soll heißen: Der Rahmen des Bürgergeschenks ist Cammeruner Ursprungs. Rösener ist beileibe kein Mann, der Dankbarkeit einfordert. Er gibt aber zu verstehen, dass ihn die Anfertigung des 16 Zentimeter breiten (Außenmaße: 180 mal 120 Zentimeter) Rahmens wohl 40 Arbeitsstunden abverlangt habe. Für die aus Ahorn und Mahagoni gefertigte Umrandung seien ihm zusätzlich zur Nichterwähnung "weder Materialkosten noch ein Trinkgeld" erstattet worden. Der herzerfrischend umgängliche und der Fürstenhausuntreue völlig unverdächtige Tischlermeister lässt wissen, auf die Materialkosten für den Rahmen verzichten zu wollen ... rc/thm/bus



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