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Kleinenbremer Museum legt "Gesteinsgarten" mit blühender Blumenwiese an

Von uralten Steinen die Geschichte der nahen Heimat kennenlernen

Kleinenbremen (ly). Am Kleinenbremer Museum für Bergbau und Erdgeschichte führt bald kein Weg mehr vorbei. Bereits von der Rintelner Straße ist dann eine Hauptattraktion zu sehen. Zurzeit nimmt dieser "Gesteinsgarten" auf der Wiese Formen an.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:27 Uhr

Museumsleiter Dr. Gerhard Franke inmitten erster Findlinge auf d

Rund 30 Gesteinsbrocken und Findlinge, allesamt tonnenschwer, finden dort ihren Platz, voraussichtlich noch im Herbst. Gesetzt werden sie in den kommenden Wochen per Radlader von der Barbara Erzbergbau GmbH. Im Frühjahr sollen die gespendeten Kaventsmänner inmitten einer blühenden Blumenwiese stehen, verbunden durch geschotterte Wege. "Das ist nicht nur Dekoration", betont Museumsleiter Dr. Gerhard Franke. "Wir wollen profundes Wissen vermitteln." Geplant sind daher Tafeln, die kurze Beschreibungen der jeweiligen Exponate liefern und einer landschaftlichen Einordnung dienen. "Als Regionalmuseum präsentieren wir Gesteine der Region", so Dr. Franke, der an erster Stelle das Weser- und Wiehengebirge mit den nördlich und südlich angrenzenden Bereichen nennt. Seit seiner Jugend hat der Museumsleiter selbst ein Faible für Gestein, was später zu einem Studium der Geographie führte. "Der Garten soll daran erinnern, dass Gesteine der Urstoff allen Seins sind", erklärt Dr. Franke. Einer von drei Findlingen aus dem südlichen Skandinavien, die bereits auf der Wiese vor dem Besucherbergwerk liegen, gehört mit einem Alter bis zu vier Milliarden Jahren zur Urmasse der Erde. Die Spenden für den "Gesteinsgarten" stammen zum Beispiel aus den Steinbrüchen Störmer (Wallücke), Steinbergen und Wülpker Egge (Barbara). Zur Verfügung gestellt werden in diesen drei Fällen harte Korallenoolithe, etwa mit eingelagerten Muscheln oder deutlich sichtbaren Anteilen von Eisenerz. Bis zu achtTonnen wiegt solch ein Brocken. "Korallenoolithe aus der Kammlage des Weser- und Wiehengebirges bilden das Rückgrat unserer Gesteinsspenden", so Dr. Franke. Die Stadt Porta Westfalica beteiligt sich mit Porta-Sandstein aus dem Jakobsberg, wie er einst beim Bau von Mindener Dom und Rathaus zum Einsatz gekommen ist. Nicht fehlen dürfen auch die Obernkirchener Sandsteinbrüche sowie der alte Steinbruch Kalletal. Für sämtliche Exponate gilt: Kinder dürfen darauf klettern. Beim Anlegen der Blumenwiese mit Frühblütern hofft der Museumschef auf Unterstützung durch die Grundschule und den Heimatverein Kleinenbremen. Blumenspenden sind willkommen.

Nachschub für den Garten: Auf dem Korallenoolithen im Vordergrun
  • Nachschub für den Garten: Auf dem Korallenoolithen im Vordergrund sind eingelagerte Muscheln zu sehen.
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