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Lauenauer SPD-Ortsverein wehrt sich gegen Wahlkampf-Zahlungen an den Unterbezirk

"Von uns bekommt ihr keine müde Mark"

Lauenau (oke). Beim SPD-Ortsverein Lauenau herrscht derzeit eitel Sonnenschein. Bei der Jahresversammlung im Lauenauer Bürgerhaus zogen die Mitglieder Bilanz und planten die nächsten Schritte für die Zukunft. Landtagsabgeordneter und Unterbezirksvorsitzender Heiner Bartling stand als Gastredner den Anwesenden Rede und Antwort. Außerdem musste er sich anhören, dass die Lauenauer Genossen den Unterbezirk beim Wahlkampf nicht finanziell unterstützen wollen.

veröffentlicht am 14.02.2007 um 00:00 Uhr

Geehrt für langjährige Mitgliedschaft: Christiane Kowalkowski (l

Der Unterschied könnte größer nicht sein. Während die Umfragen auf Landesebene den SPD-Oppositionellen die Sorgenfalten auf die Stirn treiben, könnte es den Sozialdemokraten in Lauenau kaum besser gehen. Mit einem Wahlergebnis von rund 65 Prozent hatte die Partei im vergangenen Jahr nochmals satte drei Prozentzulegen können. Vorsitzende Christiane Kowalkowski sieht darin die Bestätigung der "gelungenen Kommunalarbeit". Diesbezüglich konnte Bürgermeister Heinz Laufmöller in seinem Ausblick auf eine lange Liste bereits angelaufener Projekte verweisen. Ziel sei es weiterhin, den Einzelhandel zu stärken, neue Unternehmen im Ort anzusiedeln und das Ortsbild zu verschönern. "Wirtschaft bleibt Chefsache", erklärte er. Mit der Vermietung der Casala-Gebäude, der Sanierung der Straßen und dem Antrag auf eine Städtebauförderung gehe die örtliche Politik diesen Weg konsequent weiter. Die Ansiedlung eines Betonwerkes im Industriegebiet werde ebenso zur positiven Entwicklung des Fleckens beitragen. Geplant sind weiterhin der Ausbau des Triftweges und die Sanierungsarbeiten an der Coppenbrügger Landstraße. Diese Entwicklung sei erst durch die guten Wahlergebnisse möglich geworden sei, strich Kowalkowski heraus. Um jedoch auch in Zukunft so erfolgreich zu bleiben, müsse auf Kommunalebene professioneller Wahlkampf betrieben werden, und das sei nicht zuletzt eine Sache des Geldes. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Ortsvereine außer der Finanzierung ihrer eigenen Wahlkämpfe nun auch noch den Unterbezirk stützen sollten. "Von uns bekommt ihr zumindest nicht mehr eine müde Mark", erklärte Kowalkowski an Bartling gewandt. Kritik meldeten die Mitglieder auch an der Landespolitik bezüglich der Kindergarten-, der Polizei- und der Schulpolitik an. Dass hierbei vor allem die Kommunen die Leidtragenden seien, werde in der Landespolitik anscheinend nicht wahrgenommen, so der Tenor. Positive Resonanz erntete hingegen das Projekt eines Jugendparlaments,über dessen Aufstellung der Samtgemeindeausschuss im März abstimmen soll. Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann sieht die Chancen dafür überaus optimistisch. Nur über die aktive Teilnahme könnten Jugendliche für die Politik begeistert werden. Dazu müsse man sie ernst nehmen und ihnen die Möglichkeit zum Mitreden verschaffen. Dies komme letztlich auch der Nachwuchsarbeit der Parteien zu Gute. Geehrt wurden an diesem Abend Käte Garbe für 25 Jahre und Klaus Winkler für 50 Jahre Mitgliedschaft. Nach dem Ausscheiden von Kurt Beier übernimmt Kurt Stemme das Amt des Kassenrevisors.

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