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Blasorchester des TSV Krainhagen liefert glänzendes Jahreskonzert ab / Eilsener Kursaal ausverkauft

Von Sinatra bis zu den "Comedian Harmonists"

Bad Eilsen (sig). Der volle Kursaal war ein Beweis dafür, dass sich die Besucher nicht nur auf das 19. Jahreskonzert des Krainhäger Blasorchesters gefreut haben, sondern dass sie sogar besondere Erwartungen an diesen Auftritt knüpften. Vorweg die Feststellung: Sie wurden nicht enttäuscht. Kenner des heimischen Ensembles meinten sogar, besser hätten die TSV-er noch bei keinem Jahreskonzert zuvor gespielt.

veröffentlicht am 23.11.2006 um 00:00 Uhr

Vielleicht hat es an der Tatsache gelegen, dass in das Programm in erster Linie Stücke aufgenommen wurden, die das Orchester ohnehin sehr gern spielt. "Wir sind aber ebenso sicher, dass sie auch ihnen gefallen werden", versicherte Moderator Herbert Schwiegk den Zuhörern. Es zeigte sich, dass beides zutraf. Das Orchester hatte mit seinem neuen Dirigenten Lothar Hitzek fleißig geprobt, lief zur Hochform auf, und die Zuhörer belohnten diese Leistung vom Auftakt bis zum Ende mit starkem Applaus. Für die richtige Einstimmung sorgte der Marsch "Mit Spiel voran", auf den Melodien der beiden tschechischen Komponisten Dvorák und Smetana unter dem Titel "Slovanská Hudba" folgten (das bedeutet slowenische Musik). Herbert Schwiegks Kommentar dazu: "Die Finger unserer Bläser gleiten heute über die Ventile wie die Wellen der Moldau." Wenn alles gelingen soll, dann muss man eben "Blasmusik im Herzen" haben. So hieß auch das nächste Stück, eine Polka. Fast einschmeichelnd klang danach die lyrische Komposition "Yellow Mountains"von Jacob de Haan. Mit einem Medleyberühmter Filmmärsche ging es anschließend weiter. Alle Melodien sind weltbekannte Ohrwürmer, wie zum Beispiel der River-Kwai-Marsch, die Elefanten-Patrouille und der Riders Marsch. Zum Schluss des ersten Teils des Konzertes erklang böhmische Musik und "Matrimony", ein noch heute in vielen Radiosendungen zu hörender Hit von Gilbert O`Sullivan. Nach der Pause gab es die Titelmelodie aus dem Filmklassiker "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten". Anschließend stellte sich das Krainhäger Jugendblasorchester unter der Leitung von Friedrich-Wilhelm Struckmeier vor, das sowohl zahlenmäßig als auch im Können deutliche Fortschritte gemacht hat. Die Zuhörer hatten Spaß an solchen Stücken wie dem Rag "Yankee Doodle" und "Du da im Radio". Anstelle der zunächst geplanten Filmmusik aus "Fluch der Karibik" spielte das Hauptorchester im Anschluss daran Hits, die durch Frank Sinatra die Zeiten überdauern werden wie "New York, New York, "Something stupid" und "Cheek to cheek". Die Polka "Böhmischer Traum" leitete über zu einer Auswahl von Liedern derfrüheren "Comedian Harmonists". Beim "Kleinen grünen Kaktus", "Veronika, der Lenz ist da" und "Liebling, mein Herz lässt dich grüßen" konnten die Zuhörer nach Kräften mitsummen oder sogar singen. Als Kontrast dazu gab es den Ragtime "Root Beer Rag" von Billy Joel und als Abschluss des Programms einen der beliebtesten und schönsten Märsche, von Hermann Dostal für die Operette "Der fliegende Rittmeister" komponiert. Selbst Militärkapellen spielen den Fliegermarsch häufig und gern. Mit zwei Zugaben verabschiedete sich das Orchester: mit der böhmischen Polka "Pfeffer und Salz" und "Give us peace", einer besinnlichenmusikalischen Aufforderung, zu der die Trompeter Frank Rohlfs und Christiaan Muis als Solisten eindrucksvoll beitrugen.

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