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Zusammen 155 Jahre alt: "Tag der deutschen Imkerei"mit der Schaumburger Jägerschaft am 8. Juli

Von "Schnurrdiburr" bis zu Falknervorführungen

Obernkirchen/Landkreis (sig). Der Bund deutscher Imker besteht 100 Jahre, die Schaumburger Jägerschaft 55 Jahre. Das ist ein guter Grund, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. "Wir wollen den dritten Schaumburger Imkertag rund um das Forsthaus Halt am Sonntag, 8. Juli, mit den Jägern zusammen gestalten und ein buntes Programm um Bienen, Blumen, Wald, Natur und Jagd bieten", erklärtGundula Piehl aus Obernkirchen. Sie ist die Chefin der Obernkirchener Imker und zugleich die vom Landkreis beauftragte Wespenberaterin.

veröffentlicht am 21.06.2007 um 00:00 Uhr

Die Organisatioren: Kurt Neugebauer (Jäger), Marlis Bülow (Imker

In einer Gesprächsrunde, an der sowohl Imker als auch Jäger teilnahmen, wurde Näheres festgelegt. Zum Beispiel, dass die Biene das wichtigste "Haustier" des Menschen hinter dem Rind und Schwein sei. Sie lieferte einst, als es die Zuckerrübe und das Zuckerrohr noch nicht gab, das einzige Süßungsmittel und mit dem Wachs auch das Material, um die dunklen Abendstunden zu erhellen. Ganz wichtig sei, so Gundula Piehl, die Funktion der Biene in der Natur, da sie neben den Wildpflanzen auch die Kulturpflanzen bestäubt. Noch heute gibt es Bienenvölker, die in die Wälder ausschwärmen und ihren Besitzern zu dem duftenden Tannen- oder Waldhonig verhelfen. Der Kreisimkerverein Schaumburg, den Dieter Schernewsky aus Nienstädt leitet, stellt zur Information der Besucher Imkergeräte und Bienenwohnungen von früher bis heute aus. Es wird Schaukästen mit lebenden Bienen geben. Honigsorten können probiert und gekauft werden. Fachleute erteilen Auskünfte über Wildbienen, Wespen und Hummeln. Piehl informiert in ihrerFunktion als ehrenamtliche tätige Wespenberaterin über die Eigenheiten der stechenden Hautflügler, die so seltsam aussehende Nester aus papierartigem Baustoff produzieren. Zu betrachten gibt es auch ein großes Ameisennest. Über die Honigbienen werden Videofilme gezeigt und Geschichten gelesen,die unter anderem Wilhelm Busch (Schnurrdiburr) verfasst hat. Sehr umfangreich ist auch das Angebot der Schaumburger Jägerschaft. Es gibt unter anderem ein Infomobil, Nistkästen zum Selberbauen, Holzgravuren für Nistkästen, Präsentationswände mit Trophäen, Bild- und Textdokumenten, Jagdhornblasen, Hunde- und Falknervorführungen und eine Kinderrallye. Gezeigt werden außerdem Fährten von heimischen Schalenwildarten. Wer Köstlichkeiten aus Wildfrüchten probieren will und Tipps zum Sammeln und Zubereiten erhalten möchte, sollte diese Veranstaltung ebenfalls besuchen. Es gibt dazu auch Führungen durch den Wald, eine Vogelstimmen-Wanderung und vieles andere mehr. Neben den Imkern und der Jägerschaftaus dem Schaumburger Land beteiligen sich an dem Programm der Naturschutzbund des Kreises, das Kreisforstamt, deutsche Ameisenschutzwarte und eine Gärtnerei.



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