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Hamelns Stadtforst: Wie gut kennen Sie sich aus? Ordnen Sie die Blätter den Baumstämmen zu

Von rissigen Borken und gefiederten Blättern: Wie sich unsere Bäume in Schale werfen . . .

Hameln. Totgesagte leben länger: Als Anfang der 80er-Jahre aufgrund alarmierender Baumschäden vor einem Waldsterben in Deutschland gewarnt wurde, gaben viele Umweltschützer keinen Pfifferling mehr für den heimischen Forst, befürchteten sogar, dass der Wald in Europa ganz verschwinden könnte. „Ein Irrtum“, hielten die Interessengruppen der politischen Gegner dagegen und vertraten die Meinung, dass die meisten der beobachteten Phänomene auf natürliche Ursachen zurückgingen. Knapp 30 Jahre später ist vom Waldsterben in Deutschland keine Rede mehr. Bereits 2003 verkündete die damalige grüne Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast: „Wir haben den Trend umgekehrt. Der Wald wächst wieder gesünder, die Flächen nehmen zu, die Holzwirtschaft hat in Deutschland eine gute Zukunft.“

veröffentlicht am 29.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2009 um 10:00 Uhr

a) Dieser Baum hat auffallende Blätter, die wohl jeder kennt.

Autor:

Karin Rohr

Das gilt auch für den Hamelner Stadtwald: „Er ist gesund“, sagt Forstamtsleiter Ottmar Heise und bewertet die Wälder rund um Hameln als „abwechslungsreich, naturnah und wirtschaftlich interessant.“ Das untermauert auch die letzte „Inventur“ im Jahr 2006. Sie ergab: Zwei Drittel der rund 1200 Hektar betragenden Fläche des Stadtwaldes werden von naturnahen und standortgerechten Laubbaumarten wie Buche, Eiche, Esche und Ahorn gebildet und umfassen alle Altersklassen „von noch sehr jungen bis zu über 200-jährigen Beständen“, so Heise. Mit etwa 300 Kubikmetern je Hektar wird der heimische Holzvorrat vom Forstamt höher eingeschätzt als in den meisten niedersächsischen Landesforsten, wo er durchschnittlich 220 Kubikmeter je Hektar beträgt.

Orkan „Kyrill“ hat im Januar 2007 auch im Hamelner Stadtwald Spuren hinterlassen. „An einem einzigen Tag hat Kyrill damals für fast einen ganzen Jahreseinschlag Holz im Forst gesorgt“, sagt Heise und stellt fest: „Zu 80 Prozent waren sturmanfällige Fichtenreihenbestände betroffen.“ Der Anteil der Fichte habe sich dadurch zwar um zwei Prozent verringert, spielte mit 18 Prozent aber auch schon vorher keine große Rolle. „Eindimensional“ ist der Stadtwald nicht: „Auf über 60 Prozent der Fläche wachsen unter dem Kronendach des Hauptbestands noch weitere Baumschichten“, so Heise. Sie tragen zum Strukturreichtum des Waldes bei, garantieren seine Verjüngung und sein vielfältiges Erscheinungsbild. Allein dieser „Nachwuchs“ unter dem Schirm des Altbestandes beträgt laut forstamtlicher Bestandsaufnahme rund 420 Hektar im Stadtforst.

Der Stadtwald, sagt Heise, diene der Klimaverbesserung, der Naherholung sowie dem Trinkwasser- und Bodenschutz. Nicht zuletzt lässt sich mit dem wertvollen Holz des Waldbestandes auch „Moos“ machen: „Diese Vermögenswerte gilt es für die Zukunft zu erhalten und zu mehren“, sagt Heise. Mit Energieholz und wertvollem Stammholz aus dem Stadtforst werden Bevölkerung und lokale Wirtschaft versorgt. So bildet die Pflege des Waldes auch eine wichtige Basis für konstante Einnahmen.

b) Dieser Baum ist eine Besonderheit und hat essbare Früchte.
  • b) Dieser Baum ist eine Besonderheit und hat essbare Früchte.
c) Dieser Baum macht sich rar: Er ist vom Aussterben bedroht.
  • c) Dieser Baum macht sich rar: Er ist vom Aussterben bedroht.
d) Typisch für diesen Baum ist die rissige Borke und sein Duft.
  • d) Typisch für diesen Baum ist die rissige Borke und sein Duft.
e) Dieser Baum trägt Nadeln und gedeiht bei uns prächtig.
  • e) Dieser Baum trägt Nadeln und gedeiht bei uns prächtig.
f) Dieser Baum braucht einen Standort mit viel Wasser.
  • f) Dieser Baum braucht einen Standort mit viel Wasser.
g) Dies ist der einzige ursprüngliche Nadelbaum unseres Waldes.
  • g) Dies ist der einzige ursprüngliche Nadelbaum unseres Waldes.
h) Dieser Baum ist der dominanteste in Hamelns Stadtwäldern.
  • h) Dieser Baum ist der dominanteste in Hamelns Stadtwäldern.
i) Dieser Baum war lange Zeit wichtigster Lieferant für Bauholz.
  • i) Dieser Baum war lange Zeit wichtigster Lieferant für Bauholz.
b) Dieser Baum ist eine Besonderheit und hat essbare Früchte.
c) Dieser Baum macht sich rar: Er ist vom Aussterben bedroht.
d) Typisch für diesen Baum ist die rissige Borke und sein Duft.
e) Dieser Baum trägt Nadeln und gedeiht bei uns prächtig.
f) Dieser Baum braucht einen Standort mit viel Wasser.
g) Dies ist der einzige ursprüngliche Nadelbaum unseres Waldes.
h) Dieser Baum ist der dominanteste in Hamelns Stadtwäldern.
i) Dieser Baum war lange Zeit wichtigster Lieferant für Bauholz.

Wir zeigen hier eine Auswahl der Bäume, die man im Stadtwald findet. Und wir laden Sie ein, mitzuspielen: Welches Blatt gehört zu welchem Stamm? Ordnen Sie die Ziffern den Buchstaben zu. Auflösung (u. re.).



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