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Von Rauchern und Rollern

Mit der Homepage "raucherzeit.de" ziehen die jungen Rintelner Johannes Rundfeldt und André Plassmeier aus Rinteln in die Schlacht "für eine pfiffige Idee", wie sie sich selbst bescheinigen und wohl auch schon von etlichen Gesprächspartnern bestätigt bekamen: Im Monat Oktober wollen sie möglichst viele Wirte dazu bewegen, täglich ab 21 Uhr in allen Räumen das Rauchen ungeachtet der aktuellen Gesetzeslage wieder freizugebenund anschließend dafür gegebenenfalls mit Rückendeckung durch eine Unterschriftensammlung erneut mit Ministerpräsident Christian Wulff zu diskutieren: "Was über Jahrzehnte gesellschaftlich entwickelt wurde, lässt sich nicht einfach so per Stichtag durch Gesetze abschaffen. Das schlägt doch ganze Freundescliquen auseinander!" Und so baten sie ihren Stammwirt Arif Sanal von der "Bodega", diese Aktion auch bei sich auf beiden Etagen als "Pilotprojekt" zuzulassen. Sanal erklärte dazu, die Zahl der Gäste sei bislang nicht gesunken, wohl aber die Verweildauer in den Abendstunden: "Ab 21 Uhr haben die meisten schon gegessen, Kinder sind nicht mehr im Lokal - warum sollten wir das nicht mal probieren?" Bei der Stadt hat man ihn auf die anderslautende Gesetzeslage verwiesen, aber auch darauf, dass bis zum 1. November nicht mit Strafen zu rechnen ist. "So lange machen wir das jetzt mal - und ziehen danach Bilanz!"

veröffentlicht am 29.09.2007 um 00:00 Uhr

Fast ein Hauch von Zockerkneipe: Anna und Sandra Kunze. Foto: to

* Die Internationale Automobil-Ausstellung in Frankfurt rückt nicht nur die großen Fahrzeuge ins Blickfeld der Öffentlichkeit, sondern lässt auch etwas Scheinwerferlicht auf die Nischenprodukte am Markt der Mobilität fallen - wie zum Beispiel auf die drolligen Personentransporter mit Elektroantrieb, die in Deutschland nur mit besonderen Genehmigungen in wenigen Bundesländern gefahren werden dürfen. Legal, illegal, scheißegal - der umtriebige Biergarten-Wirt Mathias Möller jedenfalls hat so einen Elektroroller mit dem Gattungsnamen "Segway" schon mal ausgiebig Probe gefahren und sich dabei mit 20 Kilometer Höchstgeschwindigkeit auf kurzer Distanz so schnell gemacht, dass er seinen dichten Terminkalender mit wesentlich weniger Stress bewältigen konnte. Allerdings legte er sich auch mit dem heißen Ofen schon mal lang, als er sich eine charmante Sozia aufgeladen hatte - "aber außerhalb des Straßenverkehrs und stocknüchtern sowieso!" Ob es demnächst auf dem Rintelner Weseranger eine Verleihstation für die flinken Dinger geben wird? * Pokern ist inzwischen aus den schwiemeligen Hinterzimmern verkommener Zockerkneipen aufgestiegen ins gesellige Vergnügen selbst für den Familienabend - was wohl auch durch die zahlreichen Fernsehübertragungen der großen Weltturniere befördert wurde. Und so eröffneten Sandra und Anna Kunze in ihrem Bistro "Cho´s" am Kirchplatz die obere Etage am vergangenen Wochenende als Pokersalon, wobei allerdings von den überraschend vielen Teilnehmern nicht um Geld, sondern lediglich um Cocktails gepokert wurde, auf Wunsch sogar alkoholfrei. Eine Cocktailparty zum Sommerausklang steigt dort übrigens auch am heutigen Samstagabend. * Mächtig gefreut haben sich Todenmanns Ortsbürgermeister Uwe Vogt und Todenmanns Verwaltungsstellenleiter Paul E. Mense über die gute Resonanz für den Schiffsausflug mit der MS Brissago, zu dem der Ortsrat des Kirschendorfes die Senioren für den 5. Oktober eingeladen hat. Auch die unentgeltliche Busanfahrt ab Todenmann ist inbegriffen - und ein kleines, aber feines Unterhaltungsprogramm unter dem Motto "Ernst undHeiter". Es wird derzeit mit Silke Jonasson von den "Rintelner Lesefreunden" vorbereitet: "Wir wollen ja mit den kurzen Zwischendurch-Vorträgen die Konversation unserer Gäste nicht beinträchtigen", meint dazu Kommunikationsexperte Mense. * Konkurrenz wird dem Rintelner Weinfest vom 5. bis 7. Oktober auch auf der Schiene gemacht: wie Jochen Brunsiek von der Landeseisenbahn Lippe bekannt gab, rollt die historische Extertalbahn am 6. Oktober ab 19 Uhr als "Rebenbummler" mit einer ausgiebigen Weinverkostung trockener Weine aus der Pfalz zwischen Bösingfeld und Alverdissen über die Gleise. Plätze dafür können zum Gesamtpreis von 15 Euro reserviert werden unter der Rufnummer (0 52 36) 88 85 70 (werktags zwischen 18 und 19 Uhr) oder auch per Mail an post @ lel-ev.de . In den Wäldern riecht es jetzt überall aufreizend nach Pilzen - falls Sie nichts Besseres vorhaben, wünscht Ihnen bei der Suche viel Glück Ulrich Reineking

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