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Begeisterndes Kammerkonzert der Lehrer an der Musikschule Schaumburger Märchensänger

Von modern bis klassisch viele Höhepunkte

Bückeburg. Lehrer lassen bitten: Das diesjährige Lehrer-Kammerkonzert der Musikschule Schaumburger Märchensänger bot ein vielfältiges Programm mit etlichen Höhepunkten. Fast alle an der Schule zu lernenden Instrumentengruppen stellten sich vor, herausragend war sicher der Auftritt von Mateja Zenzerovic (Akkordeon) und Anastasia Pawlik(Querflöte).

veröffentlicht am 28.04.2007 um 00:00 Uhr

Nikolaus Dietrich (links) spielte mit seinen Schülern ein modern

Autor:

Michael Grundmeier

Dass die Lehrer der Musikschule an der Georgstraße einiges auf dem Kasten haben, ist natürlich bekannt. Dass das hiesige Musikangebot aber eine derart hohe Qualität hat, wurde manchem Gast erst an diesem Nachmittag richtig bewusst. Vor allem die Vielfalt der ausgesuchten Stücke gefiel - von modern bis klassisch war für jeden Geschmack etwasdabei. Die musikalische Reise durch die bekannte Schule begann mit Flora Volochina und Olga Kazakova am Klavier. Gemeinsam und an zwei Flügeln spielten die Pianistinnen die "Suite pour deux pianos" von Darius Milhaud (1892-1974). Obwohl kaum Sichtkontakt bestand, meisterten Volochina und Kazakova den zweiten Satz mit seinen schnellen, höchst schwierigen Läufen bravourös. Nikolaus Dietrich setzte den Querschnitt durch die musikalische Arbeit dann am Cello fort. Dietrich hatte drei seiner Schüler als Begleitung mitgebracht; Lisa-Maria Bürger, Anna-Lisa Schierhorn und Moritz Disselkamp machten ihre Sache wirklich gut. Nach der "Romance" von Georg Goltermann (1824-1898) wagten sich die Vier dann an ein modernes Stück von Konstantinos Stefanou. Der Komponist hatte "She Shines I, 22.11.2006" extra für die vier Cellisten geschrieben und war sogar im Publikum anwesend. Das Leitmotiv des kleinen Werks: Stefanous gerade geborene Tochter. Mal war die "Happy Birthday"-Melodie zu hören, dann wieder klang es, als würde ein Baby jammern. Die gut gespielte Geräuschmusik kam an beim Publikum, es gabgroßen Applaus. Nach der glänzend aufgelegten Magdalena Koller mit "Mein Mädel hat einen Rosenmund" (Johannes Brahms, 1833-1897) und "Fußreise" (Hugo Wolf, 1860-1903), wurde mit "Once There was a Child" von Matthias Maute (1963) ein weiteres Kind "besungen". Bettina Schell an der Altblockflöte und Nico Benadie am Klavierspielten das "angejazzte" Stück kongenial - und Schell glänzte bei virtuosen Trillern und Läufen. Ausdrucksstark auch Anastasia Pawlik (Querflöte). Im fünften Satz ("Irlandaise") der "Suite Nr. 1" von Claude Bolling war immer wieder leise das Greensleeves-Motiv zu hören. Eine ganz andere "Instrumentengruppe" vertrat Volker Arendts. Souverän meisterte der Tenor Erich Wolfgang Korngolds (1897-1957) "Mein Sehnen, mein Wähnen", sowie "Abschied" von Hugo Wolf. Vor allem beim "Abschied" ("geb' ich ihm einen kleinen Tritt") bewies der Stimmkünstler Humor. Mit herrlichen Grimassen gab Ahrendts den unfreundlichen Gastgeber, der seinen Gast mit "Gerumpel" die Treppe hinunterschickt. Nachdem Peter Malaj das "Concertino für Klarinette Es-Dur" von Carl-Maria von Weber (1786-1826) gegeben hatte, folgte ein Höhepunkt des Konzerts. Die Querflötistin Anastasia Pawlik und Mateja Zenzerovic (Akkordeon) brachten die "Sonate A-Dur" von Wolfgang Amadeus Mozart zu Gehör. Das ausdrucksstarke Spiel des Duos zeigte brennpunktartig, wie hoch die musikalische Qualität der Musikschule inzwischen ist. Den Abschluss machte dann ein Blechbläserquartett mit Heiko und Astrid Deterding sowie Karin und Michael Mensching.



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