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Jusos verteilen Grundgesetz in der Innenstadt / Reaktionen von Passanten unterschiedlich

Von "Kostet das was?" bis zu "Brauch ich nicht"

Stadthagen (jcp). Am 23. Mai vor 59 Jahren ist das Grundgesetz in Kraft getreten. Die Jusos Schaumburg haben das am Wochenende zum Anlass genommen, das Schriftstück im praktischen Taschenformat in der Stadthäger Innenstadt zu verteilen. Besonders wollten sie dabei ihre Forderung nach der Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz betonen - Protokoll eines Missionsverlaufs mit Höhen und Tiefen.

veröffentlicht am 26.05.2008 um 00:00 Uhr

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Die ersten, die Jan-Philipp Beck und Thomas Peter Konior ein kleines Präsent abnahmen, waren Julian und Max, beide zehn. Die Szene hatte hohen Symbolwert, wollten die Jusos doch vor allem auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, die Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen. Einige Erwachsene und auch ein paar Jugendliche gingen abwinkend an den Jungsozialisten vorbei, meinten "Nein, danke", "Brauch' ich nicht" oder sagten gar nichts. "Das ist nicht schlimm", meinte Konior. "Viele denken wahrscheinlich, wir wollen ihnen was verkaufen." Tatsächlich nahm eine ältere Frau das Grundgesetz zufrieden entgegen, nachdem Konior und Beck ihre Frage "Kostet das was?" verneint hatten. Einige lobten aber auch ausdrücklich das Engagement der jungen Leute, wie etwa Musa Özcan aus Stadthagen: "Ich wusste nicht, was das für ein Tag ist. Das ist eine sinnvolle Aktion." Auch Andrea Dreier aus Sachsenhagen meinte: "Schön, wenn es Leute gibt, die einen auf so etwas aufmerksam machen." Und ein Mann mittleren Alters kommentierte: "Ach hier, das kenne ich, warte... ,Die Würde des Menschen ist unantastbar!' " Viele redeten auch einfach nurüber die SPD, die Linke, Kurt Beck, den Kommunismus. "Grundgesetz ist schön und gut, aber eigentlich können wir doch trommeln, wie wir wollen, das interessiert die Politiker ohnehin nicht", sagte ein Passant. Auf die Kinderrechte gingen nur die Wenigsten ein. "Viele nutzen die Gelegenheit, um einfach das Thema zu diskutieren, das sie politisch gerade am meisten interessiert", sagte Juso Konior. "Das ist normal."



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