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Mit dem 50-Kubik-Moped und Roller gemütlich an die Seine gefahren

Von Emmerthal nach Paris

Emmerthal. Eine Reise der etwas anderen Art machten Anfang September die beiden Emmerthaler Markus Bagusche und Karl-Friedrich Jürgens: Sie begaben sich auf den Weg nach Paris. Das Besondere: als Transportmittel dienten ihnen ihr 50-Kubikmeter-Moped und Motorroller.

veröffentlicht am 18.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 05:21 Uhr

Die Idee kam den beiden passionierten Zweiradfahrern Anfang des Jahres bei einem Gespräch über einen gemeinsamen Sommerurlaub. „Ich dachte zunächst an ein paar Tage in den Alpen oder an der Küste, bis Kalle beim darauf folgenden Treffen eine Moped-Tour nach Frankreich vorschlug!“, sagt Bagusche. Der 22-jährige BWL-Student ist Besitzer einer 20 Jahre alten Honda Dax, die lange bei dem Vorbesitzer in der Garage stand und auch jetzt als reines Freizeitgefährt dient und eigentlich geschont wird.

Jürgens (27) ist Bürokaufmann und nennt einen Yamaha Neo Motorroller, Baujahr 2000, sein Eigen, den er im Alltag fährt und der schon 30 000 Kilometer auf dem Tacho anzeigt. Deshalb war für beide Fahrzeuge eine gute Vorbereitungszeit sowie die intensive Wartung nötig, für die auch die Unterstützung der Firma „Zweiradteile Schriegel“ in Emmerthal dankend in Anspruch genommen wurde.

Danach konnte es endlich losgehen. Mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern führte die Route am ersten Tag über Paderborn ins Ruhrgebiet nach Düsseldorf. Weitere Zwischenziele waren Köln, Aachen, Maastricht und Laon, ehe die beiden jungen Nostalgiker nach viertägiger Anreise und rund 800 Kilometern fernab aller Autobahnen und Schnellstraßen ganz entspannt Paris erreichten.

Der dortige Stadtverkehr ließ den beiden aber keine Zeit zum Träumen. „Im Gegensatz zu Deutschland werden die Straßenverkehrsregeln in Paris eher nur als Empfehlungen angesehen“, kann Jürgens im Nachhinein ironisch drüber lachen. Er kann sich dabei an so manch heikle Situation zwischen schnellen Taxen, rüberziehenden Lastern, fahrspurwechselnde Limousinen und einer Heerschar von Zweirädern erinnern.

Nach dreitägigem Aufenthalt in der französischen Hauptstadt traten die beiden den wieder etwas betulichen Rückweg an und fuhren frei nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“ über Reims und Luxemburg zurück nach Deutschland. Dort machten sie noch einmal in Trier, Frankfurt und Kassel Station, um nach insgesamt zwölf Tagen und fast 2000 Kilometern wieder in heimatlichen Gefilden anzukommen.

Insgesamt durchquerten sie mit ihren Kleinkrafträdern fünf Länder und ihre Maschinchen haben dabei mehr als 700 Höhenmeter überwunden – von den Ufern der Seine bis auf die Gipfel der Ardennen und des Hunsrücks. „Ehrlich gesagt haben wir eine solche Tour den beiden Maschinen erst gar nicht zugetraut, sind dann aber immer zuversichtlicher geworden und letztendlich sogar stolz“, freuen sich Markus Bagusche und Karl-Friedrich Jürgens. Die Planung für eine neue Tour im nächsten Jahr kann somit bald beginnen!



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