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Heiß geliebtes Fahrzeug wechselt mit jedem Eigentümer auch seine Funktion / Benziner mit Erdgastank

Von der Feuerwehr über Studenten zum Treser Club

Hameln. Vielen Hamelner Bürgern ist das feuerwehrrote Basta-Mobil des Studentenvereins Basta e. V., der Hamelner Hochschule Weserbergland HSW, noch in Erinnerung. Hierbei handelte es sich um einen Opel Blitz, Baujahr 1971, der im Mai 1972 als Feuerwehrwagen (LF8) ausgeliefert wurde und bis 2001 im Einsatz war. Zunächst im hessischen Rockensüß und später im brandenburgischen Leipe. Danach erwarb ihn der Studentenverein Basta (heute Staff) und nutzte ihn bis 2009 als Vereinsfahrzeug.

veröffentlicht am 13.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:21 Uhr

Die Studenten rüsteten das Fahrzeug im Jahr 2004 um. Zusätzlich zu dem Benzintank des 2,5-Liter-6-Zylinder-Vergasermotors mit 80 PS bauten die Studenten unter der mittleren Rücksitzbank einen 90-Liter-Erdgastank. Ist der Motor warmgelaufen, kann er auf Erdgas umgestellt werden, das lohnt sich bei den hohen Benzinkosten allemal.

Am 2. Mai 2012, exakt 40 Jahre nach seiner Erstzulassung, wurde der Neunsitzer auf den Treser Club e.V. umgeschrieben und ist seitdem als Vereins- und Repräsentationsfahrzeug des Automobilclubs unterwegs.

Zwei Jahre dauerte die Verwandlung vom Basta-Mobil zum Treser-Mobil, denn bereits Ende Mai 2010 traf sich das „Schrauber-Team“ des Clubs um den Konstrukteur Walter Treser zum Zerlegen und Zusammenbauen des Fahrzeugs. Jede helfende Hand war willkommen, jedes Mitglied konnte sich einbringen. In den Hallen des Karosseriefachbetriebs Schierling wurde das Fahrzeug vom groben Rost befreit, der Unterbodenschutz wurde repariert und die Sponsorenaufkleber aus der „Studentenzeit“ entfernt. Und auch Insignien aus der Feuerwehr-Vergangenheit wurden abgebaut.

Danach führte das Team der Firma Schierling umfangreiche Restaurierungsarbeiten an der Karosserie durch.

Nachdem das Treser-Mobil neu lackiert in silberner Farbe erstrahlte, kam das „Schrauber-Team“ wieder zum Einsatz. Anbauteile für die Karosserie wurden aufgearbeitet oder neu beschafft und wieder an dem Fahrzeug angebracht. Die Beleuchtung wurde instand gesetzt und für die Karosseriearbeiten vorbereitend abgebaute Teile wieder angebracht. Zum Schluss erhielt das Treser-Mobil noch einen neuen Schriftzug. In den letzten Wochen wurde der Innenausbau fertig, was die Helfer an ihrem letzten Schraubertag auf dem Timmschen Hof in Deitlevsen mit einer Grillparty feierten.

Zwei Jahre lang haben Mitglieder des Treser-Clubs in ihrer Freizeit das Feuerwehrfahrzeug auseinandergenommen, restauriert und wieder instandgesetzt, jetzt dient es dem Club als Repräsentationsmobil.



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