weather-image
×

Chinesischer Star Zhang Ziyi übernimmt die Moderation in Hameln

Von der Berlinale zur Sportgala der Dewezet

Berlin. Ein Actionfilm voller Poesie, Melancholie und Pathos – mit Wong Kar Wais furiosem Drama „The Grandmaster“ startet die 63. Berlinale. Meister der asiatischen Kampfkunst haben am Donnerstagabend die 63. Berlinale eröffnet. Mit Wong Kar Wais Martial-Arts-Drama „The Grandmaster“ (Der Großmeister) starteten die Berliner Filmfestspiele furios in den elftägigen Filmmarathon.

veröffentlicht am 14.02.2013 um 16:20 Uhr

Autor:

Der chinesische Regisseur, der gleichzeitig Vorsitzender der Berlinale-Jury ist, zeigte einen Kung-Fu-Film voller Poesie und Melancholie, aber auch jeder Menge Pathos. Wong (54) bewies schon mit „In The Mood For Love“ und “2046“ Mut zum ganz großen Liebesdrama. In „The Grandmaster“ mischt er nun außerdem eine kräftige Portion Spektakel, Lebensphilosophie und politische Anspielungen in die Geschichte. Wong ließ sich für seinen Film von der Lebensgeschichte des legendären Kampfmeisters IP Man inspirieren, dem Mentor von Bruce Lee.

Exzellente Hauptdarsteller in „The Grandmaster“ sind Tony Leung („In The Mood For Love“, „Gefahr und Begierde“) und Zhang Ziyi („Tiger & Dragon“, „Die Geisha“). Schauplatz ist China Mitte der 1930er Jahre. Vor dem Hintergrund von Kriegswirren und japanischer Besatzung treffen die Kampfkunst-Meister Ip Man (Leung) und Gong Er (Ziyi) aufeinander - er aus dem Süden, sie aus dem Norden des Landes. Ein Spiel um Ehre, Liebe, Begehren, Verrat und Rache beginnt. Vor fast 20 Jahren machte Wong mit „Ashes of Time“ schon einmal einen Ausflug ins Martial-Arts-Genre. In „The Grandmaster“ zeigt Wong nun eine neue Facette des Kampfkunst-Films: den philosophischen Actionfilm. Die in Zeitlupe durch die Luft wirbelnden Körper sind von Yuen Wo Ping („Matrix“, „Kill Bil“) bis zur Vollendung choreographiert. Die auch erotischen Anziehungskräfte der Kämpfer spiegeln sich stets in ihren Bewegungen. Auch zersplitterndes Glas, tropfendes Blut und fallender Regen sind nicht nur Illustration, sondern haben immer eine tiefere Bedeutung. Die etwas zähe Handlung bleibt da oft auf der Strecke.

Wongs außer Konkurrenz laufender Film berauscht mit ausgeklügelten Kampfeinlagen, prächtigen Kostümen, feinsten Bildkompositionen und kongenialem Musikeinsatz. Den für westliche Betrachter manchmal schwer zu deutenden Ehrenkodex der Kung-Fu-Kämpfer überträgt Wong auf das Leben - ein Film voller Symbole und bedeutungsschwangerer Andeutungen, die die Story mitunter etwas prätentiös wirken lässt.

Erzählt wird die Geschichte oft aus dem Off mit den Stimmen der Hauptfiguren. Das schafft eine somnambule Distanz zu den dramatischen Ereignissen - der Zuschauer kann am Ende manchmal nicht mehr zwischen Traum und Realität unterscheiden, will das aber vielleicht auch gar nicht. „Der Film ist für mich ein Traumprojekt, das ich über viele Jahre hinweg entwickelt habe, und ich bin sehr glücklich, dass ich ihn in Berlin präsentieren kann“, so Wong. 1600 prominente Gäste waren zur Eröffnungsgala mit Festivaldirektor Dieter Kosslick und Comedystar Anke Engelke in den Berlinale-Palast am Potsdamer Platz gekommen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt