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Salzhemmendorfer Kirchenfrühstück besteht seit zehn Jahren / Gute Gelegenheit zum Austausch von Informationen

Von den Nachbarn abgeschaut und ein wenig verwandelt

Salzhemmendorf. Ein leckeres Frühstück, gemeinsames Singen und interessante Gespräche gibt es jeden Monat einmal beim „Kirchenfrühstück“ in Salzhemmendorf. Eine kleine Schar von Ehrenamtlichen kümmert sich um die Organisation, während die Teilnehmerzahl ständig wächst.. Jetzt feierte die Gemeinde das Bestehen ihres Kirchenfrühstücks im zehnten Jahr. „Beim ersten Mal tauchten lediglich 13 Besucher auf“, erinnert sich Margarete Kerat vom Organisations-Team. Im Laufe der Zeit aber sprach sich schnell herum, dass an jedem ersten Dienstag im Monat etwas Besonderes im Gemeindehaus stattfindet. „Es wurden von Mal zu Mal mehr Teilnehmer“, berichtet Kerat stolz. Derzeit kommen zwischen 40 und 55 Bürger zum gemeinsamen Frühstück in die Gemeinderäume.

veröffentlicht am 15.09.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:21 Uhr

Auf die Idee kamen Kerat und ihre Mitstreiterinnen vor zehn Jahren, weil es schon damals in Lauenstein eine vergleichbare regelmäßige Veranstaltung gab. Schnell entschloss man sich, ein ähnliches Angebot auch in Salzhemmendorf auf die Beine zu stellen. Die Organisatorinnen wollten es aber nicht bei einem gemeinsamen Frühstück belassen. Von Anfang an gehören daher eine Andacht sowie kulturelle Programmpunkte dazu. So wird gemeinsam gesungen oder einer der Teilnehmer liest etwas vor.

So wie Karla Möller, die diese Aufgabe schon oft übernommen hat. Die 89-Jährige gehört zu den treuesten Besuchern, hat in den vergangenen zehn Jahren fast kein Kirchfrühstück verpasst. „In die Kirche kann ich leider nicht mehr gehen“, sagt die Seniorin. „Aber hier kann ich trotzdem mit der Gemeinde zusammen sein.“ Pastor Thomas Müller freut sich über dieses Angebot von und für die Gemeindemitglieder. Für ihn hat die Veranstaltungsreihe aber auch noch eine weitere Funktion: „Das Spektrum der Teilnehmer ist breiter als bei anderen Veranstaltungen in der Gemeinde. Insofern ist es eine gute Möglichkeit, Informationen oder Anfragen in die Gemeinde zu geben.“ Gleichzeitig erreichen Pastor Müller beim Kirchenfrühstück oft Wünsche, Anregungen oder mal auch Kritik von Gemeindemitgliedern. Jetzt bedankte er sich beim fünfköpfigen Organisations-Team für das ehrenamtliche Engagement in den vergangenen zehn Jahren. „Wir haben heute Grund zum Danken und Loben“, sagte Müller. Dabei ist dem Geistlichen durchaus bewusst, dass Ehrenamtliche im Alltag nur wenig positive Rückmeldungen bekommen: „Wenn nicht gemeckert wird, ist das oft schon das höchste Maß des Lobes.“ Das wissen auch die Organisatorinnen des Kirchenfrühstücks. Aber ihre Arbeit macht ihnen dennoch viel Spaß. Und so wollen sie auch in Zukunft an jedem ersten Dienstag im Monat für einen reich gedeckten Tisch und ein buntes Programm im Salzhemmendorfer Gemeindehaus sorgen und offen für Kritik bleiben.



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