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Krainhäger Blasorchester bietet bei seinem Pfingstkonzert im Kursaal ein breites Repertoire

Vom "Wilden Westen" bis zum TV-Kultabend

Bad Eilsen (sig). Eigentlich war das Wetter viel zu schön, um sich in einem abgedunkelten Saal aufzuhalten. Es spricht für die Wertschätzung, die sich das Krainhäger Blasorchester im Kurort erworben hat, dass es am Nachmittag des zweiten Pfingsttages doch eine ganze Reihe gut besetzter Tische gab. Sogar Dirigent Lothar Hitzek zeigte sich erstaunt und erfreut zugleich, wie seine Aussage kurz vor Konzertbeginn zeigt: "Angesichts der sommerlichen Temperaturen sind doch noch erstaunlich viele gekommen."

veröffentlicht am 16.05.2008 um 00:00 Uhr

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Eine richtige Entscheidung gab es zur Kleiderordnung. Die Orchestermitglieder durften von Beginn an ihre Jacken ablegen. Eine zweite und wesentlich wichtigere Entscheidung wurde schon beim Platznehmen des Ensembles deutlich: Das Blasorchester des TSV Krainhagen hat sich verjüngt. Das gelang, wie das Konzert zeigte, ohne an Qualität zu verlieren. Offensichtlich trägt die intensive und kontinuierliche Nachwuchsarbeit ihre Früchte. Wie vielseitig Blasmusik sein kann, bewies dasüber 30 Mitglieder starke Orchester gleich beim Auftakt. Auf die den Ohren schmeichelnde Komposition "Music" ging es betont rhythmisch weiter mit Melodien aus bekannten Westernfilmen. "Ducken Sie sich, gleich fliegen scharfe Kugeln durch den Raum!", empfahl dazu Moderator Herbert Schwiegk. Unvergessen geblieben ist auch die Amateurdetektivin Mrs. Marple, die immer schneller schaltete als die Profis. Die Erinnerung wurde wachgerufen durch das musikalische Filmthema, betitelt "Mrs. Marples Tea". Unerlässlich bei solch einem Querschnitt ist eine Polka. Woher sie kommt, verriet der Titel: Böhmisches Gold. Udo Jürgens ist mit seinem Musical "Ich war noch niemals in New York" in aller Munde. Ein Potpourri seiner bekanntesten Hits durfte deshalb nicht fehlen. Darauf folgte eine spanische Komposition mit einem Schlagzeug-Solo, das vom Publikum klatschend begleitet wurde. Mit dem "Gruß an die Heimat" und der musikalischen Lobpreisung über "Die tollkühnen Männer in den fliegenden Kisten" endete der erste Teil des Konzertes. Flott ging es nach der Pause weiter mit "Sempre avanti" und dem "Fluch der Karibik". Danach leitete "The young Amadeus"über zu einem TV-Kultabend. Da erklangen dann die Erkennungsmelodien vom "Traumschiff", von der "Schwarzwaldklinik", der "Lindenstraße", vom "Sportstudio" und vom "Herzblatt" sowie von Deutschlands meistgesehener Unterhaltungsshow "Wetten dass". Zum Ausklang gab es noch einmal böhmische Blasmusik und danach die "Comedian Harmonists" mit ihren Evergreens aus Vorkriegstagen. Nicht fehlen durfte dabei natürlich der "kleine grüne Kaktus". Der "Fliegermarsch" als letzter Programmteil gehört zweifellos zu den bekanntesten Militärmärschen der Neuzeit. Er erreicht inzwischen den Beliebtheitsgrad von "Preußens Gloria".



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