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Präventions-Puppenbühne informiert Senioren über Betrügereien

Vom "unguten Gefühl", dubiosen Kaffeefahrten und dem Enkel-Trick

Lindhorst (web). Puppenspiel vor Senioren? Aufäußerst ungewöhnliche Weise informierte Hans-Joachim Homuth, Polizeibeamter in Hannover, über Kriminalitätsformen, von denen häufig ältere Leute betroffen sind. Dafür hatte der Präventionsrat Lindhorst in Kooperation mit der Caritas-Konferenz St. Barbara die mit Humor agierende Präventions-Puppenbühne der Polizeidirektion Hannover zum Seniorenkaffee eingeladen.

veröffentlicht am 27.06.2007 um 00:00 Uhr

"Pastor Königswinter-Rodewald" war einer der kleinen Akteure. Er warnte vor Gefahren im Straßenverkehr, wenn die Brille nicht aufgesetzt und das Hörgerät nicht eingeschaltet ist. Wilfried Gellermann von der Polizeistation Lindhorst belegte dies mit der Unfallstatistik 2006, nach der besonders viele über 65-Jährige verunglückt sind. Homuth ließ auch das "ungute Gefühl" zu Wort kommen, das einen manchmal beschleicht, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Das "ungute Gefühl", eine kleine violette Figur, empfahl, in einem solchen Fall die Polizei zu rufen. Mit dem Thema "Postwurfsendungen",über das er die Puppe "Koslowski" berichten ließ, traf Homuth den Nerv des Publikums. Während Koslowski erzählte, wie er auf einer Kaffeefahrt drei Rheuma decken erwarb, obwohl er gar kein Rheuma hat, entspann sich ein angeregter Dialog zwischen Zuschauern und Puppenspieler. Auch Reinhard Krüger, Präventionsbeauftragter der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg, informierte über Tricks und Maschen von Betrügern. Zum Schluss ließ Puppenspieler Homuth noch "Walburga" auftreten, die über den "Enkel-Trick" berichtete, dem sie gerade zum Opfer gefallen war. Homuths anschauliche Darstellung amüsierte das Publikum sichtlich. "Es sind aber nicht alle Menschen schlecht, es gibt auch gute", gab Ludger Westermann vom Präventionsrat Lindhorst abschließend zu bedenken.



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