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Vom „Talk“ bis zum „Set up“

Die Corona-Krise als Spaltpilz zu bezeichnen, finde ich gut. Weniger gut kann ich mich in dem Artikel mit den „verdenglishenden“ Formulierungen anfreunden, denen ich mich als „Poetry-Slamer“ = „Dichter“ und manchmal „Satiriker“ nun näher befassen will. So befinden wir uns jetzt wohl in einer „Social Distancing“, also einer „gesellschaftlichen Entfernung“, doch diese findet und fand schon immer statt, Gewerkschafter kennen das.

veröffentlicht am 13.05.2020 um 16:32 Uhr

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Zu: „Die neue Teilung Deutschlands“, vom 25. April

Möglich sei nun eine „Transformation der sozialen Marktwirtschaften“, wird uns untergejubelt, also einer „Umwandlung“. Oh je, hoffentlich werden wir nicht auch noch verwandelt wie im Märchen. Aber eine „Service Class“, eine „Dienst-Gesellschaft“, soll uns unverzichtbar bleiben. Mehr Wertschätzung dafür wünsche ich mir auch, wenn denn der Arbeitgeber das auch so sieht, oft fraglich. Eine „Krise im Wandel“? Und das ist doch nicht so schlimm, denn mit Hilfe eines „Inspiracing talk“, gemeint einer „Eingebungsbesprechung“, kriegen wir das schon hin. Und es gibt ja auch den Weg, dass dieser „Talk“ im Wohnzimmer stattfinden kann. Es lohnt sich offensichtlich, denn erfreulicherweise kann man das mit einem „Homeofficegeld“, wie „Zuhausebürogeld“ überbrücken. Und ein „Set up“ dazu darf natürlich nicht fehlen, eine wohnliche „Einrichtung“. Gerade fällt mir ein, so ein weiterer Begriff „Shortworkgeld“, „Kurzarbeitergeld“, kommt vielleicht noch demnächst in die Medien, wer weiß. Sollte alles nicht helfen, gibt es als letzten Ausweg die gut gelaunte „Lockdownelite“, die „Absperrvorrichtungsuntenführungsschicht“. Also kein Problem, diese „Krise als Chance“ zu nutzen. Diese Bewegung will uns an die Hand nehmen, etwas beibringen, was uns schon lange gefehlt hat. Ich bin nicht in frommer Erwartung, und eine neue Geburt sehe ich auch nicht entstehen. Auf unsere Wissenschaftler und Politiker sollten wir hören, nicht auf die Lobbyisten. Nach diesen Zeilen gönne ich mir erst mal ein „German Bier“ und pfeife auf die „Verdenglishung“.



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