weather-image
19°

Ith-Querung gestern im Verkehrsministerium besiegelt / 6,5 Millionen Euro für die B 240-Planung

Vom letzten Platz geht's auf die Überhol-Spur

Kreis Holzminden (bs). Jetzt haben wir es schriftlich, jetzt prangen die Namen von Verkehrsminister Jörg Bode, Holzmindens Landrat Walter Waske und Hildesheims Landrat Reiner Wegner unter dem Vertrag, der die Anbindung Holzmindens an die Landeshauptstadt Hannover verbessern soll. Um 14 Uhr am gestrigen Mittwoch wird in Hannover die Planungsvereinbarung zur Ith-Querung im Beisein von Innenminister Uwe Schünemann und Umweltminister Hans-Heinrich Sander ganz offiziell unterzeichnet.

veröffentlicht am 09.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 14.12.2009 um 14:17 Uhr

270_008_4214857_wb102_1012.jpg

Kreis Holzminden (bs). Jetzt haben wir es schriftlich, jetzt prangen die Namen von Verkehrsminister Jörg Bode, Holzmindens Landrat Walter Waske und Hildesheims Landrat Reiner Wegner unter dem Vertrag, der die Anbindung Holzmindens an die Landeshauptstadt Hannover verbessern soll. Um 14 Uhr am gestrigen Mittwoch wird in Hannover die Planungsvereinbarung zur Ith-Querung im Beisein von Innenminister Uwe Schünemann und Umweltminister Hans-Heinrich Sander ganz offiziell unterzeichnet. Damit verpflichtet sich das Land, fünf Millionen Euro für die Planung, die technischen Entwürfe und die Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens zu tragen. Der Landkreis Holzminden steuert aus dem Weserberglandplan eine Million Euro bei, der Landkreis Hildesheim investiert 500000 Euro. Die Planungen für den Ausbau des Streckenszuges zwischen Negenborn und Eime an der B 3 mit immerhin acht Maßnahmen haben bereits begonnen.

Holzminden, Schlusslicht in der Prognos-Studie, bekommt endlich Unterstützung sowohl vom Land als auch vom Bund. „Für Holzminden ist eine bessere Anbindung dringend notwendig und zukunftsweisend. Nur so können neue Unternehmen angesiedelt und Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. Darum freue ich mich besonders, dass wir in den kommenden Jahren die Planung einer Ith-Querung deutlich voranbringen werden und Holzminden in der Folge ein gutes Stück näher an das übrige Land heranrückt,“ betont Bode. Bereits im Frühjahr hatte das Land die Bereitstellung von Planungsmitteln aus dem niedersächsischen Aufstockungsprogramm zum zweiten Bundeskonjunkturpaket für eine vorgezogene zügige Planung weiterer Projekte zur Ith-Querung beschlossen.

Bode betont, dass mit der Vereinbarung vor allem die weiteren Planungen für die Westumgehung Eschershausen, die Verlegung der Strecke von Eschershausen bis Fölziehausen mit dem Ith-Tunnel, die Ortsumgehung Weenzen und die Ortsumgehung Eime sichergestellt werden. „Zusammen mit den bereits in Planung befindlichen Maßnahmen ist es uns damit gelungen, ein schlüssiges Gesamtverkehrskonzept für die verbesserte Anbindung und Erreichbarkeit der Region auf den Weg zu bringen“, so Bode.

Der Wechsel an der Spitze des Verkehrsministeriums hatte die Unterzeichnung der Vereinbarung verzögert. „Eigentlich war die Vertragsunterzeichnung durch Minister Rösler im September vorgesehen“, so Landrat Walter Waske. Für ihn ist es jetzt wichtig, „am Ball zu bleiben, Minister Bode in die Region zu holen“. Bode, der den Kreis Holzminden als Parteifreund von Hans-Heinrich Sander schon kennt, hat dann auch zugesagt, im nächsten Jahr in den Landkreis Holzminden zu kommen. Und er wird auch an der geplanten Verkehrskonferenz 2011 teilnehmen.

Dann, so hofft Walter Waske, werden weitere gute Nachrichten verkündet werden können: „Es ist die gemeinsame Absicht von Landkreis und Land, alle Maßnahmen des Streckenzuges so schnell wie möglich in den vordringlichen Bedarf zu bekommen“. Erst dann darf nämlich gebaut werden. Zunächst aber wird auf Hochtouren geplant – und zwar parallel für alle Maßnahmen. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln hat damit bereits begonnen.

Für die neuen Projekte ist es sehr positiv, dass die Raumordnungsverfahren konzentriert und nahezu zeitgleich durchgeführt werden. Die Landkreise und die Regierungsvertretung Hannover übernehmen je ein Verfahren. In der zweiten Planungsstufe wird dann die Trassenführung der neuen Streckenabschnitte im Detail ausgearbeitet. Die Erarbeitung der detaillierten technischen Entwürfe soll mit Zustimmung des Bundes bis Ende des Jahres 2015 abgeschlossen werden. In den dann folgenden Planfeststellungsverfahren wird das Baurecht zur Durchführung der Maßnahmen festgelegt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt