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Kreisverkehrswacht Hameln-Pyrmont in Hessisch Oldendorfer Stadthalle

Vom Idiotentest und Alkoholmissbrauch

Hessisch Oldendorf (phi). Die Kreisverkehrswacht Hameln-Pyrmont kann einiges an Arbeit und Erfolgen vorweisen. Das wurde auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung in der Stadthalle in Hessisch Oldendorf deutlich. Vierzig Grund- und weiterführende Schulen sowie 50 Kindertagesstätten betreuen die Mitglieder im Rahmen der Verkehrserziehung, das erläuterte Geschäftsführer Klaus Stolzenberg in seinem Jahresbericht.

veröffentlicht am 24.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 23:21 Uhr

Hessisch Oldendorf (phi). Die Kreisverkehrswacht Hameln-Pyrmont kann einiges an Arbeit und Erfolgen vorweisen. Das wurde auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung in der Stadthalle in Hessisch Oldendorf deutlich. Vierzig Grund- und weiterführende Schulen sowie 50 Kindertagesstätten betreuen die Mitglieder im Rahmen der Verkehrserziehung, das erläuterte Geschäftsführer Klaus Stolzenberg in seinem Jahresbericht. Damit nicht genug, kümmert sich die Wacht auf verschiedenen Veranstaltungen, wie zum Beispiel Felgenfest, Tag der Niedersachsen oder in eigens initiierten Vorträgen auch darum, den Bürgern des Kreises Informationen rundum den Straßenverkehr zu vermitteln. Wie wichtig das ist, lässt sich anhand der Zahl der Verkehrstoten in Niedersachsen erkennen. Von 595 ist die Anzahl der Unfalltoten auf 542 gesunken, erläuterte der erste Vorsitzende Dr. Herbert Seutemann. Bundesweit sinkt die Zahl ebenfalls, und das ist neben Faktoren wie Unfallforschung und Überwachung der Polizei eben auch ein Verdienst der Verkehrswachten. Entsprechend anerkennend fiel auch das Lob der Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft aus. Kreistagsabgeordneter Rolf Keller und Harald Krüger, Bürgermeister aus Hessisch Oldendorf, würdigten den Beitrag der Wacht zur Verkehrssicherheit ebenso wie Wolfgang Schultze von der Landesverkehrswacht Niedersachsen und Vertreter der Polizei. Und natürlich widmete sich die Versammlung selbst auch einem besonderen Thema in Sachen Straßenverkehr: „Alkohol und Drogen bei Kindern und Jugendlichen.“ Anschaulich und kurzweilig referierte Dr. Renate Zunft vom TÜV Nord zu dem Problem und über die in Autofahrerkreisen gefürchtete medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), in der Bevölkerung meist schnöde „Idiotentest“ genannt. Die Fachfrau legte zum Alkohol- und Drogenproblem bei jugendlichen Fahrern teils erschreckende Zahlen vor mit immer jüngeren Konsumenten und mahnte weitere Aufklärung an. Gerade über die rechtlichen Folgen in Zusammenhang mit dem Verlust der Fahrerlaubnis seien sich junge Fahrzeugführer oft nicht im Klaren, sodass hier oft die in Niedersachsen strengen Regelungen zum Führerscheinentzug griffen, das aber durchaus mit Erfolg: „Die meisten Jugendlichen kriegen dann die Kurve und werden nicht wieder auffällig.“ Auch im kommenden Jahr kommt also zum Thema Aufklärung und Verkehrserziehung wieder genug Arbeit auf die Mitglieder der Verkehrswacht zu, aber die Männer und Frauen um Dr. Seutemann sehen sich gut gerüstet.

Dr. Renate Zunft sprach über die medizinisch-psychologische Untersuchung und den Alkoholkonsum von Jugendlichen und Kindern.

Foto: phi



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