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Kirchliches Gemeindefest im Zeichen eines Projektes / "Handschmeichler" von der Ostsee

Vom hohen Stuhlturm bis zum Stuhlsalat

Bad Eilsen (sig). Mit dem Wetter schien das Sommerfest der evangelisch-lutherischen Gemeinde zwischen allen Stühlen zu sitzen. Es nieselte beim Aufbau und auch zwischendurch. Trotzdem war der Besuch gut, und das Wetter besserte sich. Auch sonst hatte diese Veranstaltung ganz viel mit Sitzgelegenheiten zu tun: vom Stuhlturm bis zum "Stuhlsalat".

veröffentlicht am 30.06.2008 um 00:00 Uhr

Ingmar Everding zeigt, wie man einen hohen Turm aus Stühlen erri

Das ist kein Zufall, denn die Christuskirche soll "bestuhlt" werden. Nicht komplett, sondern in unmittelbarer Nähe des Altarraumes. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wenn dort einige der starren Bankreihen entfernt werden, bringt das Platz für Chor- und Orchesterkonzerte sowie für Aufführungen. Diese angestrebte Flexibilität kann durch Stühle geschaffen werden, die man aufstellen, aber ebenso auch wieder wegstellen und zudem Platz sparend stapeln kann. Weil die Kasse der Kirche zurzeit nicht gerade auf Rosen gebettet ist, nimmt man gern Geldspenden für diese Anschaffung an. Es ist auch nichts dagegen einzuwenden, dass wohlmeinende Sponsoren einen kompletten Stuhl oder sogar mehrere stiften. Pastor Reiner Rinne gab den Startschuss für dieses Projekt und zwar auf eine recht fantasievolle Art und Weise. Auf der Suche nach geeigneten Modellen wurden nicht weniger als 15 Stühle aus verschiedenen Gebäuden und Einrichtungen des Kurortes und sogar vom Luhdener Gemeindezentrum zusammengetragen. Sie standen numeriert auf der Festbühne. Man musste schon ein guter Kenner der verschiedenen Örtlichkeiten sein, um die Stühle richtig zuzuordnen. Wer das am besten konnte, wurde prämiert. Konfirmanden hatten sich zudem an die Aufgabe herangewagt, einen Stapel alter Stühle farblich umzugestalten. Von zehn Exemplaren sollten die drei gelungensten ausgesucht werden. Auch darüber wurde per Stimmzettel entschieden. Dabei zeigte sich, dass der Geschmack schon recht unterschiedlich ist. Schließlich konnten noch geschickte (und mehrheitlich jugendliche) Besucher mit Hilfe einer Leiter aus alten aussortierten Stühlen einen "Turmbau zu Babel" errichten. Das war`s dann aber auch mit den Stuhlaktivitäten. Es gab noch ein großes Zelt mit gebrauchten Haushaltsgegenständen sowie ein kleineres mit Spielsachen und Kuscheltieren. Eine Vielzahl von Bänden aus allen möglichen Wissensgebieten gab es, dazu Belletristik, gute Literatur und verschiedene Reiseberichte lockten zum Schmökern und Kaufen. Die Seelsorger Reiner Rinne und Lutz Gräber waren unermüdlich unterwegs, um Tombola-Lose zu verkaufen. Jedes dritte Lossollte ein Gewinn sein, der sofort mit nach Hause genommen werden durfte. Ein großes Torten- und Kuchenbüfett im Gemeindesaal sowie die beliebte "Bratwurst am Stiel" von Kurt Sander stillten knurrende Mägen. Dazu gab es gleich fünf verschiedene Salatsorten und viele erfrischende Getränke. Um den Erlös dieser Veranstaltung noch etwas zu steigern, hatte eine Gartenfreundin aus Heeßen die Ergebnisse eigener Züchtungen zum Verkauf zur Verfügung gestellt. Von der Zimmerlilie über Rosen bis zur Sonnenblume und dazu noch Produkte aus dem Kräutergarten wie Rosmarin und Ananasminze reichte die Auswahl. Dazu verkaufte sie bunte Steine, die von der Ostsee angespült waren. Denen gab sie die fantasievolle Bezeichnung "Handschmeichler", weil sie so angenehm in der Hand liegen. Ganz ohne "Musi" ging das Fest aber auch nichtüber die Bühne. Es erklangen Melodien aus dem Kindermusical "Exodus" sowie Gospels. Außerdem spielte der Posaunenchor Bad Eilsen / Rolfshagen und im Gemeindesaal zur Kaffeetafel Wilfried Stühmeyer am Keyboard.



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