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Sommer-Konzert der Musik-AG des Adolfinums

Vom Glockenkanon bis hin zu "Smoke on the Water"

Bückeburg (bus). Das Sommer-Konzert der Musik-Arbeitsgemeinschaften des Adolfinums hatte ein ganz spezielles Flair. Außer der Zahl der aktiven Teilnehmer (mehr als 180) und der Dauer (kurzweilige drei Stunden) beeindruckten zwischen dem eingangs gebo tenen Glockenkanon "Entendez-vous le carillon" und den in der Ritchie-Blackmore-Komposition "Smoke on the Water" versteckten Schlussakkorden der Programmordnung besonders die beinahe frenetisch zugunsten von Insa Dreismann nebenprogrammlich angestimmten Jubelarien. Die Musiklehrerin verlässt nach 20 Dienstjahren das Adolfinum und wechselt zum Ratsgymnasium Minden.

veröffentlicht am 02.07.2008 um 00:00 Uhr

Der Projektchor besingt - unter anderem - den "kleinen grünen Ka

Dreismann wurde mit stehenden Ovationen und in astreinem C-Dur angestimmten Lobesmelodien verabschiedet. "Die Bandbreite deines Schaffens ist sagenhaft", erklärte Jürgen Hockemeier stellvertretend für Kollegium und Schulleiter. "Das Adolfinum verliert die engagierteste Musikpädagogin seit langem." Die Worte des Laudators fanden im "ausverkauften" Adolfinum-Forum umfangreichen zeitgenössischen Widerhall, der (anonym) in der Spitze bis ins hochintimeZwischenmenschliche reichte: "Insa, ich will ein Kind von dir." Dass Dreismann im Gegensatz zur Kollegin Christine Maiwald, die für die hohe Qualität der "Gymi-Singers" verantwortlich zeichnete, und die die Schule ebenfalls zum Ende des Schuljahres verlässt, aber eine Extra-Würdigung erfuhr, siedelten etliche Gäste des Konzerts im Moll-Bereich an. Dessen ungeachtet boten "Gymi-Singers", Vor- und Projektchor (beide von Dreismann angeleitet), Orchester- und Streicher-AG (Agnes Bergmann-Thiel) sowie die Band-Abteilung (Udo Schatz) einen imponierendenÜberblick über das musikalische Potenzial der Adolfiner, an dem es weder melodisch oder rhythmisch noch hinsichtlich von Interpretation oder Umsetzungsfreude etwas zu meckern gab. Dass dem Vermögen der Akteure mitunter deren Nervosität ein Schnippchen schlug, tut in diesem Zusammenhang nichts Negatives zur Sache. Als nach 26 Stücken, die mutig intoniertes Klassisches ("Unsere kleine Nachtmusik") und gefühlvoll arrangiertes Filmisches ("Herr der Ringe") ebenso berücksichtigten wie A-cappella-Gassenhauer ("Mein kleiner grüner Kaktus") und Big-Band-Oldies ("Pink Panther"), alle Mitwirkende des offiziellen Programms gemeinsam mit dem Auditorium die Zugabe "Neigen sich die Stunden/Now its Time for Leaving" anstimmten, gab es an der über viele Dissonanzen hinweghelfenden Kraft derMusik keinen Zweifel mehr. "Danke für all die guten Zeiten, die Lieder haben uns Freunde werden lassen", heißt es in der 3. Strophe von "Time for Leaving".



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