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Forstdirektor Christian Boele-Keimer und Revierförster Helmut Welge informierten über die Waldentwicklung

Vom Bergbau zum LÖWE-Wald

veröffentlicht am 13.07.2018 um 14:43 Uhr
aktualisiert am 20.07.2018 um 14:13 Uhr

Großes Interesse an der langfristigen ökologischen Waldentwicklung zeigten die Bürger aus Osterwald. Forstdirektor Christian Boele-Keimer informierte sie ausgiebig. Foto: Wolfgang Döbler/PR

Autor:

Wolfgang Döbler

OSTERWALD. Die vom Verein zur Förderung von Dorfentwicklung und Fremdenverkehr Osterwald e. V. organisierte Wanderung unter dem Motto „Vom Bergbau zum LÖWE-Wald“, erfreute sich großen Zuspruchs.

Fast 20 Teilnehmer ließen sich auf der circa sechs Kilometer langen Wanderung von Forstdirektor Christian Boele-Keimer und Revierförster Helmut Welge über die langfristige ökologische Waldentwicklung (LÖWE) im Allgemeinen und natürlich speziell im Osterwald informieren.

Die hier hauptsächlich vorhandenen Fichten, die auch das Osterwalder Wappen zieren, sind nicht der natürliche Baumbestand, sondern wurden wegen des hohen Stammholzbedarfs des hier im 16. Jahrhundert begonnenen Bergbaus durch den Menschen angepflanzt. Auch bei der Aufforstung nach dem Zweiten Weltkrieg, bedingt durch die großflächigen Reparationsabholzungen der Alliierten, wurden wieder Fichten gepflanzt, da es damals wenige Laubholzpflanzen gab, und die Kahlflächen schnell wieder bepflanzt werden sollten. Diese Bereiche sind mittlerweile erntereif und stehen somit in Kürze zur Nutzung an. Im Zuge der danach notwendigen Aufforstung wird größtenteils auf standortgerechten Mischwald umgestellt, was auch bisher bei größeren Einschlägen oder Sturmschäden schon praktiziert wurde. Bei der Auswahl der Baumarten werden aber auch zunehmend sogenannte fremdländische Arten ausgewählt, um die möglichen negativen Folgen des Klimawandels auf unseren Wald zu kompensieren. Im Bereich des Osterwaldes wird dazu verstärkt die Douglasie eingesetzt. Zusätzlich wird auch mehr auf Naturverjüngung, also den eigenen „Nachwuchs“ der Bäume gesetzt.

Die vielen Fragen, die den Teilnehmern unterwegs „auf den Nägeln brannten“ wurden kompetent und ausführlich beantwortet, was dazu führte, dass die mit zwei Stunden angesetzte Wanderung drei Stunden dauerte, und auch das Abschlussgespräch im Dorfgemeinschaftshaus fast noch eine weitere Stunde in Anspruch nahm.



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