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Gemälde für den Verabschiedungsraum: Hospizverein Rinteln dankt Künstlerin Anna Schulz

Vom Anfang und Ende des Regenbogens

Rinteln (mld). Der Regenbogen hat für Menschen verschiedene Bedeutungen. Er verspricht nicht nur einen Topf voll Gold an seinem Ende, sondern steht für manche auch für die Verbindung von Anfang und Ende, von Geburt und Tod. Nicht ohne Grund ist der Regenbogen auch das Logo des Hospizvereins Rinteln - und das Motiv eines der Bilder, die dem Verein gerade geschenkt wurden.

veröffentlicht am 28.09.2007 um 00:00 Uhr

Annegret Hoffmann (v.l.), Christine Deppmeyer und Anna Schulz pr

Die betagte Künstlerin Anna Schulz, die in ihrem Leben bereits über 400 Bilder fertig stellte, obwohl sie erst mit 63 Jahren mit der Malerei begann, hatte eigentlich schon vor zwei Jahren die Idee, dem Hospizverein ihre beiden Gemälde "Regenbogen über dem Weserbergland" und "Abend im Moor" zu schenken. Bis jetzt waren die stimmungsvollen Kunstwerke jedoch nur Leihgaben für den ebenso atmosphärischen Verabschiedungsraum im Kreiskrankenhaus Rinteln. Zu der Spende entschied sich Anna Schulz jetzt, als sie Ingeborg Schumer und Annegret Hoffmannüber Aufgaben und Arbeit ihrer Organisation reden hörte. So haben die beiden Bilder einen ganz besonderen Platz gefunden: Sie hängen nun im Verabschiedungsraum, einem Ort, der Menschen die Zeit und die Freiheit gibt, von einem Verstorbenen Abschied zu nehmen. Auch Angehörige, deren Verwandte nicht Patienten des Krankenhauses waren, können den Raum kostenlos nutzen. Hier kann der Abschied ganz privat stattfinden, doch der Hospizverein bietet auch die Möglichkeit einer persönlicher Andacht mit Hilfe eines Mitarbeiters. Zur Schenkung der Bilder hatten sich nicht nur Anna Schulz mit ihrem Mann sowie Ingeborg Schumer und Annegret Hoffmann versammelt. Auch Mitarbeiter und Bewohner des Betreuten Wohnens Rinteln und Christine Deppmeyer, Vorsitzende des Hospizvereins, waren gekommen. Diese warf einen Blick auf das 2003 entstandene "Regenbogenüber dem Weserbergland" und strahlte: "Das Bild kam wie vorherbestimmt."

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