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Geschäfte mit Peking stützen in der globalen Wirtschaftskrise auch Hamelns Walzenfabrik

Volvos Baumaschinen in China stark gefragt

Hameln/Göteborg (mafi). Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo, der in Hameln Straßenbaumaschinen produziert, kämpft weiterhin mit hohen Verlusten. Wie das Unternehmen in Göteborg mitteilte, brachte das vergangene Jahr einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro – nach einem Gewinn 9,5 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz des weltweit zweitgrößten Herstellers von Nutzfahrzeugen sackte im Jahresverlauf von 29 auf 21 Milliarden Euro.

veröffentlicht am 09.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Hameln/Göteborg (mafi). Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo, der in Hameln Straßenbaumaschinen produziert, kämpft weiterhin mit hohen Verlusten. Wie das Unternehmen in Göteborg mitteilte, brachte das vergangene Jahr einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro – nach einem Gewinn 9,5 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz des weltweit zweitgrößten Herstellers von Nutzfahrzeugen sackte im Jahresverlauf von 29 auf 21 Milliarden Euro. Volvo hatte 2008 nach Ausbruch der Finanzkrise fast 50 Prozent des Umsatzes verloren und im Gefolge knapp 3000 der 100 000 Mitarbeiter entlassen. Für 2009 zahlt die Volvo-Gruppe, zu der das Autogeschäft nicht mehr gehört, keine Dividende. Im vierten Quartal überstieg der Verlust von 190 Millionen Euro den Wert des gleichen Vorjahreszeitraums um 54 Prozent.

Die Baumaschinensparte Volvo CE spürte einen drastischen Nachfragerückgang auf allen wichtigen Märkten – mit Ausnahme von China. Der Absatz verminderte sich von 63 641 auf 38 783 Einheiten. Für das vierte Quartal 2009 wurde der Einbruch mit insgesamt 12 Prozent beziffert, wobei Nordamerika mit minus 40 Prozent besonders hervorstach. Auf dem asiatischen Markt gab es hingegen einen Zuwachs um ein Viertel, getragen besonders von China, wo sich der Absatz um über 80 Prozent ausweitete. „Die Auftragslage verbessert sich, vor allem im China-Geschäft“, bestätigt Udo Heukrodt, der Chef des Hamelner Volvo-Werkes. Zum Teil sei auch in europäischen Ländern eine Aufwärtsentwicklung abzulesen. Heukrodt geht aber nicht davon aus, dass Volvo in Hameln, wo vor allem Asphaltfertiger und Straßenwalzen produziert werden, schon im laufenden Jahr zur Vollbeschäftigung zurückkehrt. Die Werkserweiterung bleibe jedoch Thema. Heukrodt: „Der Markt ist nach wie vor interessant.“ Schritt für Schritt werde die alte AEG-Fabrik, die Volvo komplett gekauft hat, für die Produktion nutzbar gemacht.

Insgesamt geht Volvo CE davon aus, dass die Nachfrage in Europa und Nordamerika im laufenden Jahr um „0 bis 10 Prozent“ steigen wird. Der Bedarf in Asien werde voraussichtlich um 10 bis 20 Prozent wachsen. Die Konjunkturpakete für den Ausbau der Infrastruktur hätten sich auf die Baumaschinenindustrie bislang nicht spürbar ausgewirkt – mit Ausnahme von China, Korea und Brasilien.



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