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Globale Finanzkrise: Vorstand sieht heimische Genossenschaftsbanken als Garanten der Stabilität

Volksbank: Keine Gefahr für Kundeneinlagen

Landkreis (wer). In einer Hinsicht schlagen die globalen Finanzturbulenzen auch auf die heimischen Banken durch: Sie zwingen zur Klarstellung. Was bisher als selbstverständlich galt, wird jetzt betont: "Unsere Kundeneinlagen sind sicher, zu 100 Prozent", erteilt Volksbank-Vorstand Joachim Schorling anderslautenden Boulevard-Schlagzeilen der letzten Woche eine Absage.

veröffentlicht am 30.01.2008 um 00:00 Uhr

Joachim Schorling

In der aktuellen Banken- und Finanzkrise blieben die Genossenschaftsbanken - ebenso wie die Sparkassen - ein stabiler Pfeiler des deutschen Finanzsystems, versichern Schorling und Vorstandskollege Reinhard Schreeck. Der Sicherungsverbund der 1200 Volksbanken untereinander garantiere, dass ein in Schieflage geratenes Institut gestützt werde. Die Einlagen seien damit ohne Restrisiko geschützt. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken würden die Kundeneinlagen in unbegrenzter Höhe schützen und nicht nur, wie gesetzlich vorgeschrieben, bis zu Beträgen in Höhe von 20 000 Euro. Noch nie habe ein Kunde den Verlust seiner Einlagen erlitten. Anders als einschlägige US-Banken und manche deutsche Landesbank finanzieren die Genossenschafts-Institute ihr Kreditgeschäft (das sich 2007 bei der Volksbank in Schaumburg positiv entwickelte - siehe "Zur Sache") durch Einlagen aus der Region und sind damit weitgehend abgekoppelt von den Verwerfungen des US-Marktes. "Unsere Bereitschaft, Kredite zu vergeben, ist von der Krise unbeeinflusst", sagt Schorling. Statt auf hochspekulative Deals setze die Volksbank überdies auf langfristige Geschäftsbeziehungen. Dazu gehöre auch, dass man Kredite halte und nicht ohne Zustimmung des Kreditnehmers an Investoren verkaufe. Auch dieses Thema hatte in den letzten Wochen Schlagzeilen gemacht und bietet der Volksbank Gelegenheit zur Abgrenzung von anderen Geschäftsmodellen: "Wir geben unseren Kunden auch gerne schriftlich, dass wir Kredite nicht verkaufen", sagt Schreeck. Eine Klausel in Kreditverträgen, die dies bis dato theoretisch ermöglicht hätte, werde gestrichen. Inhabern von Aktiendepots empfiehlt der Volksbank-Vorstand, angesichts der unsicheren Börsenlage keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen: "Zum Verkaufen ist es eindeutig zu spät, zum Kaufen vermutlich zu früh." Wichtig sei eine breit gestreute Vermögensanlage, auch im Hinblick auf die im nächsten Jahr anstehende Abgeltungssteuer.

Reinhard Schreeck
  • Reinhard Schreeck


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