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Schaumburger Geldinstitutübernimmt Gelände und will im Sommer Konzept vorlegen

Volksbank kauft Freibad und Tennisplätze

Bad Nenndorf (rwe). Das Land Niedersachsen hat das Gelände mit dem alten Freibad und den Tennisplätzen verkauft. Die Volksbank in Schaumburg hat die 1,8 Hektar große Fläche an der Bahnhofstraße übernommen und macht sich nun daran, für das Areal ein Konzept zu entwickeln. Über den Kaufpreis schweigen sich beiden Seiten aus.

veröffentlicht am 18.03.2008 um 00:00 Uhr

Vor drei Jahren hatte der Stadthäger Investor Wolfgang Bax das auf 1,3 Millionen Euro taxierte Gelände gekauft, um dort gemeinsam mit dem DRK ein landesweit einmaliges Wohn- und Pflegezentrum für Senioren zu errichten. Daraus wurde nichts. Die beiden Partner gerieten in Clinch, Bax zog sich zurück und gab Ende 2006 die 18 000 Quadratmeter zurück. Eine Ausstiegsklausel hat auch die Volksbank in Schaumburg, räumt deren Vorstand Reinhard Schreeck ein. "Ich bin mir aber sicher, dass das was wird", fügt er hinzu. Schon bei der erstmaligen Ausschreibung 2004 hatte das Institut Interesse an dem Areal, doch das Gebot des Mitbewerbers war besser. Ein konkretes Konzept kann Schreeck noch nicht vorlegen. "Wir haben da noch keinen Handschlag getan." Schließlich sei nicht klar gewesen, ob die Bank überhaupt den Zuschlag erhält. Konkrete Vorschläge für das Gelände will er in den kommenden vier Monaten erarbeiten lassen und spätestens im August mit der Stadt abstimmen und der Öffentlichkeit vorstellen. Denn bislang herrscht auf der Fläche kein Baurecht, der Rat müsste erst einem entsprechenden Bebauungsplan zustimmen. "Möglich ist vieles an der Stelle", sagt Schreeck, der auch daran denkt, andere Investoren einzubinden. Er kann sich dort Mehrfamilienhäuser vorstellen, vielleicht auch eine Seniorenwohnanlage. Zwar will der Vorstand derzeit "nichts ausschließen", an Einzelhandel sei aber eher nicht gedacht. Für das Geldinstitut ist es das zweite große Immobilienprojekt in der Kurstadt, denn schließlich beginnen auch bald die Arbeiten im Baugebiet "Vordere Hohefeld". Schreeck glaubt nicht, den Markt in Bad Nenndorf zu überfordern. "Wir sprechen dort später andere Zielgruppen an." Durch den Preis und die Lage befänden sich die Grundstücke in einem anderen Segment. So seien dort kaum Einfamilienhäuser denkbar. Zwar lässt der Vertrag der Volksbank nur eine Ausstiegsfrist von etwa einem Jahr, dennoch erwartet das Unternehmen nicht, die Fläche innerhalb von ein bis zwei Jahren entwickelt und bebaut zu haben. Schreeck strebt eine Erfolg versprechende Lösung an, auch wenn diese etwas länger dauert.



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