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Bilanzsumme steigt um fünf Prozent / Rege Nachfrage nach Firmenkrediten und Altersvorsorge

Volksbank in Schaumburg legt 2006 weiter zu

Landkreis (rc). Die Volksbank in Schaumburg hat ihr Spitzenergebnis von 2005 im Jahr 2006 noch einmal toppen können. Die Bilanzsumme stieg um fünf Prozent auf 744 Millionen Euro, die Kundeneinlagen um vier Prozent auf 850 Millionen Euro. Unter dem Strich kann ein Überschuss von 2,3 Millionen Euro bilanziert werden, von dem eine Million Euro gleich der Rücklage zugewiesen wird. Von den verbliebenen 1,3 Millionen Euro werden weitere 700 000 Euro der Rücklage zugeführt.

veröffentlicht am 01.03.2007 um 00:00 Uhr

Freude bei den Vorständen der Volksbank in Schaumburg, Reinhard

Die verbliebenen 600 000 Euro werden als Dividende an die 22 140 Mitglieder ausgeschüttet. "Wir zahlen damit eine Dividende von sechs Prozent aus", freuten sich die Volksbank-Vorstände Joachim Schorling und Reinhard Schreeck bei der Vorstellung der Bilanzzahlen auf der Bilanzpressekonferenz in Bückeburg. Die Nachfrage der Firmenkunden nach Krediten, die Baufinanzierung und die Altersvorsorge waren die Bereiche, die im vergangenen Jahr das Geschäft der Volksbank weiter vorantrieben. Angesichts der anziehenden Konjunktur, die sich auch in Schaumburg positiv niedergeschlagen hat, gab es eine "erhebliche Kreditnachfrage" der Firmen und Gewerbetreibenden. Das Kreditvolumen stieg um satte 13 Prozent auf 250 Millionen Euro. Für 2007 rechnen die Volksbank-Vorstände mit einer ähnlich guten Entwicklung:Die Konjunktur ziehe weiter an, das Thema Mehrwertsteuererhöhung sei kein Thema mehr. Ähnlich sieht es bei der Baufinanzierung aus, wo das Geldinstitut 2006 mit neuen Finanzierungskonzepten auf gute Resonanz der Kunden stieß. Es stieg um knapp fünf Prozent auf 65 Millionen Euro. Auch hier wird 2007 mit einem weiteren Anstieg gerechnet. "Angesichts der guten wirtschaftlichen Datenrechnen wir damit, dass auch Privatleute ihren Wunsch von den eigenen vier Wänden verwirklichen." 2006 hat sich in diesem Bereich weiter bemerkbar gemacht, dass stadtnahe Lagen immer mehr nachgefragt werden, während bei Baugrund und Bauen auf den Dörfern inzwischen mehr Zurückhaltung zu spürenist, so Schorling. Ein Beispiel: Die Hälfte der Grundstücke in Bückeburgs stadtnahem Falkingsviertel ist bereits verkauft. Renner nach wie vor ist auch das Thema Altersvorsorge. Im Vergleich zum Vorjahr wurden von den Volksbankkunden 35 Prozent mehr Rentenversicherungen abgeschlossen, die Beitragssumme verdoppelte sich sogar. Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Wie Schreeck ausführte, haben sich erst rund ein Drittel der Kunden mit dem Thema Altersvorsorge beschäftigt und entsprechende Verträge abgeschlossen. "Es besteht weiter immenser Nachholbedarf, an der Riester-Rente kommt keiner vorbei." Als Grund für die weiter verbesserten Geschäftszahlen führte der Vorstand die erstklassige Beratung und die engen, persönlichen Kontakte zu den Kunden an: "Der ganzheitliche Beratungsansatz ist der einzig richtige Weg, den wir weiter konsequent ausbauen werden." Weitere Früchte erntete die Volksbank in Schaumburg dadurch, dass sowohl Baufinanzierungs- als auch Vorsorgeberatung der Bank die TÜV-Zertifizierung erhalten haben. Bei Befragungen der unabhängigen Prüfer zur Kundenzufriedenheit und Beratungsqualität erhielt die Volksbank in Schaumburg die Durchschnittsnote 1,8. Schreeck und Schorling: "Unsere Kunden profitieren von innovativen Produkten, wie es zum Beispiel die Aktionen Anlegerfrühling oder -herbst zeigen." Die Mitarbeiterzahl blieb konstant bei 252, 33 davon sind Auszubildende. Zum 1. August werden zehn weitere Azubis ihre neue Stelle bei der Volksbank antreten. Und ihre Zukunftschancen, bei der Volksbank bleiben zu können, stehen nicht schlecht. Wie Schorling sagte, hätten eine ganze Reihe altgedienter Mitarbeiter Altersteilzeitverträge abgeschlossen. In den kommenden Jahren werde die Bank daher viel und gut qualifizierten Nachwuchs brauchen. Wie die Bank überhaupt viel Wert auf Mitarbeiterfortbildung legt: Jeder wurde im vergangenen Jahr an durchschnittlich sechs Tagen fortgebildet.

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