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Kinder und Eltern bauen Tipi auf dem Spielplatz "Am Horn" / Nabu setzt Zweige für einen Zaun

Vier Meter hohes "Ökozelt" aus Weidenholz

Rehren (la). Vor gut einer Woche haben die Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu) Auetal gemeinsam mit einigen Naturschützern die Kopfweiden an der Aue in Bernsen geschneitelt (wir berichteten). Am Sonnabend wurden die abgesägten Weidenzweige nun für zwei Naturprojekte benutzt.

veröffentlicht am 20.02.2007 um 00:00 Uhr

Jede Hand wird gebraucht, um die dicken Weidenäste zum Tipi zusa

Auf dem Spielplatz "Am Horn" trafen sich zehn Eltern und ebenso viele Kinder, um ein Tipi zu bauen. Gemeinsam kam man mit der Arbeit schnell voran. Die stärkeren Äste wurden in der Erde verankert und gegeneinander gestellt. Jede helfende Hand wurde dabei gebraucht. Schließlich entstand das Grundgerüst für das vier Meter hohe Tipi, das einen Durchmesser von drei Metern hat. Danach wurden die Äste mit dünneren Weidenruten durchflochten, um dem Ganzen Stabilität zu verleihen. Wenn die Weiden im Frühjahr austreiben, müssen einige Triebe entfernt und andere weiter verflochten werden. Dann steht den Kindern ein grünes blickdichtes Tipi zur Verfügung. So viel Arbeit muss belohnt werden. Ortsvorsteherin Imke McGinty und Petra Rodewald hatten für Stockbrot gesorgt, das am offenen Feuer gebacken wurde, und Andreas Seifert vom "Hofladen" in Rehren kam spontan mit 30 Bratwürstchen und zehn Grillern vorbei. "Ich habe von der Aktion gehört und wollte das gern unterstützen", so Seifert. "Jetzt fehlt nur noch der Rodelberg, dann sind die Eltern und Kinder erst einmal zufrieden", sagte McGinty, die bei der Gemeinde bereits einen Antrag auf einen "Rodelberg" gestellt hat. Auf dem Gelände des Nabu, am ehemaligen Klärwerk in Rehren, waren Gisela Wittmann, Marc Jameson und Stefan Vollmer währenddessen fleißig. Sie setzten aus den Weidenruten einen Zaun. "Der alte war vom Sturm umgekippt worden, und so haben wir die Chance einen schönen Naturzaun zu errichten", erzählte Wittmann. Die Äste wurden in die Erde gesetzt und auf eine Höhe gebracht. Auch hier muss im Frühjahr, wenn die Zweige austreiben, geflochten werden. "Das wird eine richtig schöne grüne Wand", freut sich Gisela Wittmann bereits jetzt. "Darin können dann auch Vögel, wie zum Beispiel Schwarzdrosseln, nisten. Die ruhige Lage hier an der Aue ist optimal dafür", weiß der Naturbeobachter Marc Jameson. Außerdem soll der Naturzaun auch als Demonstrationsmodell für andere Naturfreunde dienen. "Hier können wir Interessierten mal zeigen, wie so ein Weidenzaun aussieht und erklären, wie er entsteht", sagte Gisela Wittmann.

Marc Jameson (v.l.), Gisela Wittmann und Stefan Vollmer errichte
  • Marc Jameson (v.l.), Gisela Wittmann und Stefan Vollmer errichten auf dem Gelände des Nabu am alten Klärwerk in Rehren einen Weidenzaun. Fotos: la
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