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Vielseitig, sehr stimmig und reizvoll

Obernkirchen (dis). Im ansprechenden Ambiente des sehr gut besetzten Stiftssaal haben der Schütte-Chor und der Männergesangverein von 1870 Obernkirchen e.V. beim gemeinsamen Konzert ihrem Publikum zu einem ansprechenden Musikerlebnis verholfen.

veröffentlicht am 06.11.2007 um 00:00 Uhr

Der Männergesangverein Obernkirchen weiß bei seinem Konzert eben

Zunächst waren Stefan Fitzke und sein Männergesangverein gefordert. Sie zeichneten für ein Programm verantwortlich, das ausreichend Möglichkeiten zur Entfaltung des speziellen Gruppen-Sounds bot. Akzentfreudig brachte das große Ensemble erst geistliche und später weltliche Kompositionen in bunter Reihenfolge nahe. Geschickt fing Dirigent Fitzke in den Vorträgen die stilistischen Traditionen der Lieder auf, die durch das Stimmpotential zumeist einen reizvollen Zusammenklang ergaben. Vor der Pause "outete" sich die engagierte Garde unter anderem mit Beethovens "Gott, deine Güte", Silchers Hymnus "Jauchzet dem Herrn" und Brettner/Gebhardts "Ambrosianischen Lobgesang" als qualifizierte Gemeinschaft. Danach präsentierten die - ab und zu geschickt von Regina Ackmann am Klavier begleiteten - Herren ein Repertoire, das ihre Vielseitigkeit unterstrich, indem es vom gar nicht leicht zu realisierenden Oldie "Ein Freund, ein guter Freund" über "Drei Wanderer", "Untreue", "Die Nacht", "Im Abendrot" und "der Gondelfahrer" bis "Good night ladies" reichte. Wie immer bestachen Jürgen Schüttes Sängerinnen und Sänger durch vokale Geschliffenheit. Kein Wunder also, dass die Crew Bortnjankys "Vespergesang", Rachmaninows "Ave Maria", Bruchs "Herr, schicke was du willst", das flinke Spiritual "Ev´ry time I feel the spirit" und mehr dergleichen mühelos zu stimmiger Einheitverknüpfte. Der exquisit erarbeitete typische Klang rührte auch jene an, denen etwa Silchers "Hab´oft im Kreis der Lieben" oder Löns-Lieder sonst nur wenig sagen können. Dass sie darüber hinaus mit dem fröhlichen "Ging auf den Jahrmarkt" aus Böhmen, den Raffinessen des "La mariposa" aus Bolivien und dem rhythmischen Tango "El dia que me quieras" ebenso spielerisch umzugehen wussten wie mit dem ansprechenden "Alma Ilanera" aus Venezuela, zeigten die Choristen in ausgefeiltentönenden Begegnungen. Langer Beifall für sämtliche Beteiligten und das von Zuhörern und Interpreten bestrittene Schlusslied "Kein schöner Land" als Zugabe rundeten das schöne Sonntagskonzert ab.



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