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Luftsportverein organisiert drei Tage Segel- und Kunstflug auf Top-Niveau / Ballons bleiben am Boden

Vielfalt der "Vogelwelt" fasziniert Tausende

Bückeburg (bus). Drei Tage Segel- und Kunstflug auf Top-Niveau hat am Wochenende die Veranstaltung "Faszination Segelflug" geboten. Das vom Luftsportverein Bückeburg-Weinberg (LSV) organisierte Treffen lockte mehrere Tausend Besucher auf das Vereinsgelände im Röcker Feld. Dass mit der Absage des annoncierten Heißluftballon-Massenstarts ein kleiner Wermutstropfen im übervollen Programmkatalog zu beklagen war, tat der Begeisterung des Publikums keinen merklichen Abbruch.

veröffentlicht am 21.08.2006 um 00:00 Uhr

Gezündet: Dank der Rauchkörper an den Flügelspitzen können Besuc

Die Ballonfahrer hatten wegen der verzwickten Witterungslage darauf verzichtet, mit ihren bunten Gefährten in den auf Laien recht eindrucksvoll anmutenden Abendhimmel aufzusteigen. "Nicht zu verantworten", erläuterte Ballon-Profi Gerhart Berwanger angesichts einiger nicht weit entfernter Gewitterfronten den Startverzicht der auf Sicherheit bedachten Heißpiloten. Während der "Faszination" stieß vor allen Dingen das Zusammenspiel von so genannten manntragenden Flugzeugen und deren originalgetreuen Nachbauten auf großes Interesse. Häufig konnten Original und Modell im direkten Vergleich bestaunt werden. Die Palette der Flugzeuge reichte vom vollmotorisierten, 250 Gramm "mickrigen" Styropor-Doppeldecker bis zur vierschrötigen Wilga (polnisch für Drossel, maximales Startgewicht 1,23 Tonnen), die als Lastesel bei Doppel- und Dreifachschlepps imponierte. Hochmoderne und mitunter weltweit einmalige Entwicklungen wie ein Segler mit Düsenhilfsantrieb waren ebenso zu bestaunen wie altertümlich anmutende Holz-Nachbauten. Neben der "Drossel" erregte die von einem hinter dem Cockpit angebrachten Propeller getriebene "Krähe" die Aufmerksamkeit der Gäste. Ein "Rhönadler" war ebenso zu bestaunen wie der einzige flugfähige Nachbau der Segelfluglegende "Habicht". Dieser hölzerne Vogel kann als Stammgast des LSV bezeichnet werden. Wenn er, gesteuert vom überaus talentierten Piloten Christoph Zahn (24), zu stimmungsvoller Musik und mit Rauchpatronen an den Flügelenden ausgestattet atemberaubende Kunst(-flug)stücke an den Himmel zaubert, brandet über dem Vereinsgelände allemal anerkennender Beifall auf. "Wir haben versucht, die gesamte Bandbreite des Segelflugs vom Oldie bis zum Hochleistungssegler im Original und im Modell am Boden und in der Luft zu präsentieren", sagte der sachkundig durchs Programm führende Moderator Bernd Vogt. Darüber, dass der Versuch erfolgreich umgesetzt wurde, bestand unter den Gästen während der drei turbulenten Tage keinerlei Zweifel.

Mitunter atemberaubende Kunst(-flug) Stücke lenken die Blicke de
  • Mitunter atemberaubende Kunst(-flug) Stücke lenken die Blicke des Publikums himmelwärts. Fotos: bus
Beim "Nur-Flügler" scheint der Rumpf vergessen worden zu sein.
  • Beim "Nur-Flügler" scheint der Rumpf vergessen worden zu sein.
Kunstflug auf höchstem Niveau.
  • Kunstflug auf höchstem Niveau.
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