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Hamelner Ortsgruppe im Kinderschutzbund wählt neuen Vorstand

Vielfältige Aufgaben zum Wohl der Kinder

Hameln. Ganz vielfältig sind die Arbeiten der Hamelner Ortsgruppe im Kinderschutzbund. In Kooperation mit der Hamelner Tafel und der Diakonie erhielten 138 Kinder und Jugendliche, die Sozialhilfe erhalten, Lernmittel in Höhe von maximal 170 Euro von der Kreidetafel. Die beiden Erzieherinnen Antje Mestwerdt und Kerstin Sfalanga berichteten vom Vereinsjahr der Krippe des Kinderschutzbundes, insgesamt 18 Kinder werden hier betreut. Nicht mehr in den Räumen der Krippe, sondern in dem neu ausgebauten Dachgeschoss an der Fischbecker Straße 50 findet jetzt der begleitete Umgang der fünf Mitglieder des Kinderschutzbundes für Kinder und Jugendliche mit ihren Vätern statt. Pro Quartal betraf dies 27, 35, 31 und 27 Kinder und Jugendliche. Der Kinderschutzbund bietet, unterstützt vom Kreis und Land Niedersachsen, Beratung für gewaltbereite Eltern an. Die drei festen Mitarbeiter des Kinderschutzbundes, Pädagogin Sabine von Blanckenburg, Psychologin Heidi Glaser und die Sozialpädagogin Anette Schulte erhielten eine Fortbildung für die Arbeit in dem im Mai 2013 eröffneten Malort. 21 Kinder, die von Gewalt betroffen waren, konnten hier ihren Gefühlen Ausdruck verleihen. Die Festangestellten des Kinderschutzbundes kümmern sich um den gesetzlichen Schutzauftrag bei Kindswohlgefahr. Im Jahr 2013 mussten sie 24-mal eine Risikoabschätzung vornehmen. Bei den insgesamt 1247 Beratungskontakten gab es 185 Fälle von Gewaltberatung, 58 Fälle der Vernachlässigung, 25 körperliche Misshandlungen, 36 sexuelle Missbrauchsfälle und 66 multiple Erscheinungsformen. Betroffen waren 93 Männer und 92 Frauen. Unter den Selbstmeldern waren 34 Väter und 65 Mütter, in 54 Fällen haben sich Großeltern oder Nachbarn gemeldet und fünf Jugendliche haben selbst Kontakt zum Kinderschutzbund aufgenommen. Es gab 19 Fachberatungen, die nach Hinweisen aus Schulen und Kindergärten abgehalten wurden. Von den betroffenen Eltern kamen 79 aus Hameln und 103 aus dem Landkreis. Außerdem fanden 17 Regionaltreffen mit Erziehern der evangelischen Kindergärten in Hameln, Aerzen, Bad Pyrmont und Bad Münder statt. Auch Erzieher der städtischen Kindergärten und der AWO nehmen an diesen Treffen teil und erhalten Impulse. Jeweils im Mai und November gab es Schulungen der Erzieher, bezogen auf den Schutzauftrag bei Kindswohlgefährdung.. Dienstags vormittags gibt es eine pädagogische Beratung für Eltern im FiZ in der Osterstraße. Im Jahr 2013 hat der Kinderschutzbund Besuchskontakte zu 17 Pflegekindern aufgenommen. Der Vorstand pflegt auch den Kontakt zu AkKi, der Hamelner Aktion Kinder in Not, und hat das diesjährige Jubiläumsjahr der Hamelner Ortsgruppe vorbereitet. Seit 2013 arbeitet das Jobcenter mit dem Kinderschutzbund zusammen, so wurden 60 Schüler von 30 Erwachsenen begleitet. Alle acht Wochen trifft sich in Hameln das Netzwerk Kinderschutz und bespricht aktuelle Notlagen.

veröffentlicht am 20.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 17:16 Uhr

Kassenwart Hartmut Fähndrich stellte einen ausgeglichenen Haushalt der Ein- und Ausgaben des Kinderschutzbundes, der Krippe und der Kreidetafel vor. Vorsitzende bleibt Elisabeth Beerbom-Schönig, zu ihrer Stellvertreterin wurde die bisherige Beisitzerin Barbara Jahn von den 21 anwesenden Mitgliedern gewählt. Verabschiedet wurde ihre Vorgängerin Dörte Kiehne, Kassenwart bleibt Hartmut Fähndrich, als Schriftführer neu gewählt wurde Dirk Vahlbruch. Er übernimmt das Amt von Anke Hausotter. Beisitzerinnen sind Nicola Kraus, Gabriele Lösekrug-Möller (MdB), Daniela Wienkopp, Ute Wosing-Treile und Martina Markut.ul

Der neu gewählte Vorstand mit den Beisitzern. ul



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