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Stadthäger Tierheim erlebt regen Zulauf am Tag der offenen Tür

"Viele Tiere sind Trennungsopfer"

Stadthagen (sk). Mehr als 150 Besucher haben den Tag der offenen Tür des Tierheims an der verlängerten Herminenstraße besucht. Der Tierschutzverein Stadthagen und Umgebung e.V. hatte dazu eingeladen. Zugunsten des Tierheims war ein Tombola organisiert worden.

veröffentlicht am 11.06.2008 um 00:00 Uhr

Margret Watermann (72) aus Lindhorst: "Ich finde es schön, wie v

Längs vor dem Tierheim, direkt an der Herminenstraße, die im Tierheimabschnitt für den Autoverkehr gesperrt war, stapelten sich die Tombolapreise, gestiftet von Stadthäger und weiteren Schaumburger Geschäftsleuten. Daneben boten Tierheimmitarbeiterinnen und Helferinnen unter Sonnenschutz Kaffeeund selbstgebackenen Kuchen an. Stars des Tages aber waren die Tierheimbewohner, so Katzenbabys, die im Quarantäne-Haus zusammengekuschelt lagen. In Wiedenbrügge hinter einem Holzschuppen wurden die drei Jungen vor einer Woche gefunden. Die Katzenmutter soll tot daneben gelegen haben, berichtete Tierheimmitarbeiterin Angelika Hellmann. Der achtjährige Niclas stand mit seiner Oma vor den Käfigen und wollte am liebsten ein Kätzchen mitnehmen. Aber Niclas besitzt bereits ein Katze, und bei Oma Marlies Urbansky im Meerbeck ist Kater "Paul" zu Hause. "Paul" stammt aus dem Stadthäger Tierheim und ist heute der "Chef" im Haus, so die Meerbeckerin. Viele Besucher am Tag der offenen Tür sind dem Heim durch Tiere verbunden, die sie aus dem Asyl an der Herminenstraße geholt und denen sie ein neues zu Hause gegeben haben. Tierliebe Menschen verbreiteten eine freundliche Stimmung auf dem Gelände. Mitarbeiterinnen freuten sich, ehemalige Tierheimbewohner wiederzusehen. Seit ein paar Jahren freut sich Tierheimleiterin Lieselotte Münster über ein sehr engagiertes Mitarbeiterteam. Sechs Frauen und eine 1,50-Euro-Kraft setzten sich für die Tiere ein und haben auch angeregt, den Tag der offenen Tür nach einer Pause von fünf Jahren seit 2007 wieder jährlich zu veranstalten. Hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeit wird dringend gebraucht. Die Anzahl abgegebener oder ausgesetzter Tiere wird nicht weniger. Viele Tiere, die im Tierheim landen, seien heute "Trennungsopfer", so Münster. Paare, die sich gefunden haben, komplettierten ihre Zweisamkeit gern mit einem Hund. Und wenn dann die Trennung anstehe, wolle oft keiner der Ex-Partner allein für den Vierbeiner verantwortlich sein. Dennoch: Tiere sind beliebte Hausgenossen; warum, haben einige Tierheim-Besucher erzählt(siehe Bilderleiste unten).

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