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Jetzt geht’s in die Vorbereitung für 2013 / Frostiger Boden macht das Fährtenlesen schwierig

Viele Starter bei der Herbstprüfung des PHV Hameln

Hameln. Gleich 15 Teilnehmer sind bei der Herbstprüfung des Ersten Deutschen Polizeihundvereins Hameln von 1920 mit ihren Vierbeinern an den Start gegangen. Angelika Menges mit Frodo, Andrea Nay mit Kito, Zoran Zivotic mit Quattro, Patrick Butzlaff mit Quido und Alexandra Tebbel mit Krokodil legten die Begleithundprüfung ab.

veröffentlicht am 22.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 02:41 Uhr

Hierzu mussten die Prüflinge, die bislang mit keinem anderen Hund als Hundeführer eine Begleithundprüfung geführt hatten, einen theoretischen Sachkundenachweis ablegen. Alle Begleithundprüflinge mussten die Hunde dann in der Unterordnung auf dem Platz vorführen, das heißt unter anderem „Fuß gehen“ mit Tempowechseln, Sitz und Platz nach einem bestimmten Laufschema vorführen. Nachdem die ersten beiden Teile bestanden waren, wartete der letzte Prüfungsteil auf die Zwei- und Vierbeiner – der Verkehrsteil. Alle fünf Hundeführer konnten mit ihren Partnern auf vier Pfoten überzeugen. Die Hunde zeigten sich gegenüber Fußgängern und Radfahrern unbefangen. Alle Teilnehmer haben die Begleithundprüfung bestanden.

„Meine letzte Prüfung ist schon ein wenig her, da gerät man doch schon mal ins Schwitzen“, erklärt Angelika Menges mit einem Lächeln. Nicola Schiffling wollte bei der Herbstprüfung mit ihrer Malinois-Hündin Chinon die VPG 1 (Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde) ablegen. Genauso wie Werner Beckmann mit seinem Dobermann Alex. Hierbei müssen die Hunde ihr Können in den Abteilungen Fährte, Unterordnung und Schutzdienst beweisen. 70 von 100 Punkten müssen mindestens in jeder Abteilung erreicht werden, um die Prüfung zu bestehen. Beide scheiterten mit ihren Hunden an der Fährte. Das Wetter darf zwar keine Entschuldigung sein, aber an diesem Tag war es für die Hunde zweifellos sehr schwierig. „Der Fährtenleger bekommt bei gefrorenem Boden kaum eine Bodenverletzung hin“, waren sich Zuschauer und Teilnehmer einig. Der erstmals stark gefrorene Boden führte zu Bedingungen, auf die in diesem Herbst noch keiner der Teilnehmer hintrainieren konnte. Für Nicola Schiffling war das Durchfallen durch die Fährte an diesem Tag besonders bedauerlich, erreichte sie doch in der Unterordnung mit Chinon 87 und im Schutzdienst sogar 98 Punkte. „Umso ärgerlicher, dass es mit der Fährte nicht geklappt hat“, so die Hundesportlerin. Werner Beckmann erreichte in der Fährte noch 36 von 100 Punkten, in der Unterordnung erreichte das Gespann 84 Punkte. Der Schutzdienst musste von Leistungsrichter Axel Martinczek wegen Ungehorsam abgebrochen werden. Davon lässt sich Werner Beckmann nicht entmutigen. „Es wird fleißig weitertrainiert.“ Die VPG 2 legten an diesem Tag Gabriele Gieseler mit ihrer belgischen Schäferhündin Facette ab. Sie erreichte in der Fährte 80, in der Unterordnung und im Schutzdienst 88 Punkte (Gesamt 256 Punkte). Nils Höbel legte mit seinem Hund Kasper die IPO A ab. Kasper musste sich in der Unterordnung und im Schutzdienst beweisen. Bei der Unterordnung reichte es für 82 Punkte, im Schutzdienst für 93. Michael Mogalle und Gabriela Beiße starteten mit ihren Hündinnen Ashanti und Holly in der höchsten VPG-Stufe, der VPG 3. Holly kämpfte sich mit 75 Punkten durch die Fährte und brachte ihre Hundeführerin ganz schön ins Schwitzen. In der Unterordnung erreichte sie 82 und im Schutzdienst 87 Punkte (Gesamt 244 Punkte). Michael Mogalle legte mit einer Gesamtzahl von 276 Punkten die beste Prüfung ab. In der Fährte erreichte er mit Ashanti vorzügliche 96 Punkte, in der Unterordnung und im Schutzdienst jeweils 90 Punkte. „Wir haben noch einiges zu tun, aber das ist die erste Qualifikation für die Landesmeisterschaft 2013 in Katlenburg“, freute sich der passionierte Hundeführer. Roland Koch startete mit seiner Hündin Cajou ebenfalls in der VPG 3. Er erreichte vorzügliche Ergebnisse in der Unterordnung mit 96 Punkten und im Schutzdienst sogar 97 Punkte. In der Fährte reichte es nur für 12, wodurch es für die beiden an diesem Tag keinen perfekten Abschluss der Prüfung gab.

Günter Lillje absolvierte mit seinem Schäferhund Vincent die Fährtenprüfung drei (FPr 3). Dazu sollte der Hund eine 600 Schritte lange Fährte absuchen. Auf der Fährte befinden sich drei Gegenstände, die der Hund verweisen muss. Günter Lillje konnte sich mit Vincent über eine bestandene Prüfung mit 85 von 100 Punkten freuen. Eva Strohdeicher legte mit ihrer Jack-Russell-Terrier-Hündin Polly ebenfalls die FPr. 3 ab und erreichte mit 97 Punkten ein vorzügliches Ergebnis.

Mit der Herbstprüfung läuten die Hundesportler beim Polizeihundverein Hameln, prüfungsmäßig die Winterpause ein. Fleißig trainiert wird weiter und das in allen Sparten. Im Frühjahr wollen die PHVler dann wieder erfolgreich an Prüfungen teilnehmen und Wettkämpfe für sich und den Verein entscheiden.



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