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Priemer appelliert an Bürger: Übernehmt Patenschaften für Grünflächen, geht in die Dorfgemeinschaften

Viele Standards nicht mehr selbstverständlich

Auetal (rnk). Die Haushaltsrede des Bürgermeisters ist gemeinhin der Moment, in dem das Oberhaupt der Gemeinde einen vorsichtig-optimistischen Blick in die Zukunft wirft. Dies war auch in der letzten Ratssitzung der Fall, doch Thomas Priemer malte zum Schluss ein leicht düsteres Bild der näheren Zukunft: Die Bürger müssten verstehen, dass viele Standards des täglichen Lebens im Auetal nicht mehr selbstverständlich sind. Da höhere Gebühren, Beiträge oder Steuern nicht erhoben werden sollen, bliebe nur die aktive Beteiligung der Einwohner an ihrem unmittelbaren Umfeld.

veröffentlicht am 19.04.2007 um 00:00 Uhr

"Dazu beitragen, dass die Umwelt lebenswert erhalten bleibt": Un

Priemer: "Wir werden weiterhin sparsam leben, arbeiten und wirtschaften, um den Bürgern einen qualitativ hohen Wohnstandort zu bieten, benötigen aber auch die Mithilfe derer, denn das Einsparpotenzial ist nahezu aufgebraucht." Er bat alle Dorfgemeinschaften, alle Vereine und Institutionen, alle Einwohner der Gemeinde Auetal, sich aktiv an den Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen "unserer schönen Heimat" zu beteiligen: "Tragen Sie aktiv dazu bei, Ihre unmittelbare Umwelt lebenswert zu erhalten." Priemer unterbreitete Vorschläge: Die Bürger könnten Patenschaften für öffentliche Grünflächen übernehmen, der Gemeinde mit ihrer freiwilligen Arbeit für mehr Lebensqualität helfen, sich in aktiven Dorfgemeinschaften organisieren, um das Gemeinwohl zu verbessern. Auf der Gewerbeschau will die Gemeinde mit einem eigenen Stand für diese Ideen werben, erklärte Priemer im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Gemeinde werde dort Werbung für die Übernahme von Patenschaften für öffentliche Grünflächen machen. Jeder, der eine Patenschaft übernimmt oder sich schon - in welcher Form auch immer - für das öffentliche Wohl einsetzt, kann dabei eine Freifahrt in einem Ballon gewinnen. Zweiter Preis ist eine Familienkarte für das Freibad in Rolfshagen, dritter Preis das neue Buch über die Historie von Rolfshagen. Priemer nannte ein Beispiel: Die Zeiten, in denen die Gemeinde einfach einen Auftrag erteilt und dann 30 Meter Graben gemäht werden, diese Zeiten seien unwiederbringlich dahin, heute werde nur noch punktuell gemäht. Der besondere Fokus der Gemeinde liege auf den Jugendlichen, erklärte Priemer: Ihnen werde "ein hohes Maß an Aufmerksamkeit geschenkt". Er verwies auf vor allem auf die vielfältige Vereinslandschaft mit vielen Freizeitangeboten, an die verstärkten Bemühungen im Rahmen der offenen Jugendarbeit. Sein Appell: "Identifiziert euch mit eurer Heimat. Helft in euren Dorfgemeinschaften und Vereinen den vielen erwachsenen Freiwilligen für ein schöneres Ortsbild, für schönere Räume und Anlagen." Denn damit würden alle aktiv dazu beitragen, dass finanzielle Ressourcen geschont werden, die besser für die Investitionen in die Zukunft eingesetzt werden könnten. Priemer wird in den nächsten Wochen alle Ortsvorsteher bitten, in den Ortschaften für dieses besondere Engagement zu werben. Siehe "Fakten"



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