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Eine Witwe erleichtert ihre Seele – Ihr ausführlicher Bericht über das lange Leiden ihres verstorbenen Gatten

Viele Operationen und am Ende stand der Tod

Hameln (kv). Wesionärin EdeltraudRathmann schreibt bei Wesio: „Sehr geehrte Wesio Schreiberin (Loreley). Ihren Bericht vom 15. Oktober habe ich mit großem Interesse gelesen, da ich im vergangenen Jahr mit meinem inzwischen verstorbenen Mann das Gleiche erlebt habe. Mein Mann wurde an der Aneurysma operiert (neun Stunden). Damit lag er drei Wochen auf der Intensivstation und eine Woche auf Station. Am Anfang hat er Schweres durchgemacht, doch zuletzt ging es ihm besser. Nun hieß es drei Wochen „Reha nach Coppenbrügge“, wo er aber nicht hinwollte.

veröffentlicht am 11.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 12:41 Uhr

Operation

Hameln (kv). Wesionärin EdeltraudRathmann schreibt bei Wesio: „Sehr geehrte Wesio Schreiberin (Loreley). Ihren Bericht vom 15. Oktober habe ich mit großem Interesse gelesen, da ich im vergangenen Jahr mit meinem inzwischen verstorbenen Mann das Gleiche erlebt habe. Mein Mann wurde an der Aneurysma operiert (neun Stunden). Damit lag er drei Wochen auf der Intensivstation und eine Woche auf Station. Am Anfang hat er Schweres durchgemacht, doch zuletzt ging es ihm besser. Nun hieß es drei Wochen „Reha nach Coppenbrügge“, wo er aber nicht hinwollte. Ich sprach mit unserer Krankenkasse wegen einer anderen Möglichkeit. Sie boten uns eine Reha in Bad Oeynhausen an, wo ich dann auch mit konnte, da nebenan ein Gästehaus war. So konnte ich meinem Mann täglich zur Seite stehen, da er sich allein nicht helfen konnte.

Plötzlich traf ich die Dame im Krankenhaus, die diese Sache bearbeitet. Sie sagte mir: „Ihr Mann kommt morgen nach Coppenbrügge.“ Entsetzt ging ich zur Krankenkasse und trug dieses vor. Dort hieß es, mein Mann hätte nach seinem Krankenbild zu wenig Punkte, nur 25. Wenn er 50 hätte, könnte er nach Bad Oeynhausen kommen.

Wird so ein kranker Mensch nach Punkten berechnet, dachte ich? Wir kamen nicht dagegen an und mein Mann musste nach Coppenbrügge. Aber dort konnte ich nicht wohnen, und so fuhr ich drei Wochen Tag für Tag dort hin. Seine Narbe war geheilt bis auf ein pfenniggroßes Loch.

Als er dann entlassen wurde, war er sehr glücklich, doch leider kam er mit einer doppelseitigen Lungenentzündung nach Hause und musste am nächsten Tag wieder ins Krankenhaus. Nach ein paar Tagen wurde bei ihm ein Keim festgestellt, und wir mussten uns täglich Kittel, Gummihandschuhe und Mundschutz anlegen.

Es waren schlimme Wochen, bis es endlich hieß, der Keim ist weg. Aber war er wirklich weg? Nun stellte sich auch heraus, dass es der besagte MRSA-Keim war. Wir hatten keine Ahnung, was das heißt. Endlich konnte mein Mann nach Hause, und wir hofften, nun wird alles gut. Doch nach fünf Wochen hatte sich ein Venenübergang von der Aneurysma zur Niere entzündet und blutete. Mein Mann kam sofort wieder ins Krankenhaus, sonst wäre er verblutet. Da diese OP in Hameln nicht durchgeführt werden konnte, kam er nach Hannover in die MHH. Nach sehr langer OP wurde er nach fünf Tagen mit einem Intensivmobil nach Hameln verlegt. Wieder drei Wochen Krankenhaus, und der Keim war wieder da. Dann hieß es, wir haben die Fäden aus der Naht entfernt, doch die Naht blieb auf und es wurde ein schwarzer Schwamm hineingelegt. Also wütete der Keim darin, und es gab keine Hoffnung. Wir wussten nun, dass dieser Keim ein Todesurteil war und mein Mann ist dann nach fünf Monaten verstorben. Die gleiche Geschichte habe ich in einer Illustrierten gelesen, und ich habe auch einmal einen Bericht über den MRSA-Keim im Fernsehen gesehen. Da wurde auch das Gleiche von Holland berichtet, wie Sie liebe Schreiberin es in der Dewezet berichtet haben. Ich bin heute erleichtert, dass Sie mich ermutigt haben, dieses einmal alles von der Seele zu schreiben. Danke!“

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