weather-image
12°
Plötzliche Glätte: Lkw bleiben an einer Steigung auf der A 2 stecken / Anschlussstelle Bad Eilsen vier Stunden lang gesperrt

"Viele Lastwagen haben einfach die falschen Puschen an"

Auetal (rnk). Der Bauhof der Gemeinde hat die erste Bewährungsprobe des Winters bestanden: Die Straßen waren schon am frühen Vormittag geräumt, anschließend folgten die Gehwege. Ein paar Bäume mussten auch gefällt werden, die unter der Last der weißen Pracht brachen - ansonsten gab es keine Probleme.

veröffentlicht am 23.03.2007 um 00:00 Uhr

Geduld ist die Tugend des Autofahrers - lange Schlangen zwischen

Wobei das Problem gestern Morgen darin bestanden habe,überhaupt mit den Fahrzeugen auf die Straßen kommen zu können, erläutert Manfred Spenner. Denn auf der Autobahn wurden vor allem die Lastwagen-Fahrer von der plötzlichen Glätte überrascht. Teilweise ging auf der A 2 in Richtung Dortmund gar nichts mehr, viele Lkw-Fahrer verließen daher in Rehren oder auch schon in Lauenau die Autobahn und nutzten die erzwungene Pause zu einem kleinen Schläfchen. Daher war es morgens auf den wenigen Parkplätzen im Gewerbegebiet proppenvoll, "kreuz und quer standen die Lastwagen und erschwerten das Rauskommen", erzählt Bauhofchef Spenner, der durchaus Verständnis für die pausensuchenden Fahrer hat: "Was sollen sie auch sonst machen? Und der Platz im Gewerbegebiet ist eben überschaubar." Als dort nichts mehr ging, wichen die Fahrer in die kleinen Seitenstraßen Rehrens aus. Bei der Ursachenforschung für die plötzlichen Winterprobleme auf der A 2 verweist Spenner auf die nicht angepasste Reifenwahl: "Viele haben einfach die falschen Puschen." Eigentlich, so bringt es gestern ein Sprecher der Autobahnpolizei Garbsen auf den berühmten Punkt, eigentlich hätten die Lastwagen die nun nicht gerade angsteinflößenden Steigungen auf der Autobahn in Richtung Dortmund locker nehmen müssen: "Aber viele haben wirklich die falschen Reifen - und dann geht eben gar nichts mehr, dann ist Schluss." Das Problem sei gestern auf der A 2 auch ein Stück weit hausgemacht gewesen: Weil die Lastwagenfahrer keine Rettungsgasse gebildet hätten, konnten die Streufahrzeuge nicht durch. Erst mit Hilfe der Polizei sei es den Helfern schließlich gelungen, zu ihrem Streueinsatz zu kommen. Aber, so der Polizeisprecher, natürlich gebe es auch Situationen, in denen die beste Bereifung nicht mehr helfen würde: "Da bildet sich schnelle Glätte - und dann stehen die Lastwagen." Unfälle gab es auch, es blieb im Auetaler Abschnitt der A 2 jedoch bei kleineren Blechschäden. Insgesamt staute sich der Autobahn-Verkehr gestern auf einer Strecke von 14 Kilometern. Die Anschlussstelle Bad Eilsen war insgesamt vier Stunden lang gesperrt.

Straßen schnell geräumt: Der Bauhof hat draußen keine Probleme.
  • Straßen schnell geräumt: Der Bauhof hat draußen keine Probleme.
"Dann ist Schluss": Auf der Autobahn geht gar nichts mehr.
  • "Dann ist Schluss": Auf der Autobahn geht gar nichts mehr.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare