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Tourismus und Dorfentwicklung wieder Themen in Kleinenbremen und Wülpke

Viele Ideen, fast nichts umgesetzt

Kleinenbremen/Wülpke (ly). Die etwas eingeschlafene Kleinenbremer "Zukunftsinitiative Touristik" wird erweckt. Der Bezirksausschuss plant eine Bürgerversammlung. Um die Dorfentwicklung dreht sich dann eine zweite Veranstaltung. Termine fehlen noch.

veröffentlicht am 01.03.2008 um 00:00 Uhr

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Im Frühjahr 2006 war mit einer Dorfwerkstatt der Startschuss zur Tourismus-Initiative gefallen, die zu einem fertigen Konzept führen sollte. Ideen gab es reichlich. "Bloß umgesetzt ist so gut wie gar nichts", kritisiert Friedrich Vogt, Vorsitzender des Bezirksausschusses, der dies bedauerlich findet:"Ich bin nämlich überzeugt, dass das Thema in Kleinenbremen und Wülpke eine Zukunft hat." Erst recht, nachdem die Barbara Erzbergbau von Plänen abgerückt ist, einem auswärtigen Unternehmen Teile ihrer Grube Bergmannsglück für die Einrichtung eines unterirdischen Sprengbetriebs zu verpachten. Auch der Umbau des Museums für Bergbau und Erdgeschichte, in dem Mitmachen demnächst ganz groß geschrieben wird, dürfte die Attraktivität der Ortschaft weiter steigern. Hinzu kommen Wassermühlen, Backhäuser und Mühlenpatt, demnächst die Energie- und Kulturwerkstatt sowie weitere Anziehungspunkte. Was fehlt, sind Investoren und Unterkünfte. Für den Anfang sollen zum neuen Konzept Wanderführer gehören, außerdem Info-Kästen mit Hinweisen auf Ferienwohnungen, Radtouren oder Cafés, wie es im Ausschuss hieß. Aber da wollen die Politiker gar nicht so weit vorgreifen. Zu Wort kommen sollen vor allem Menschen, die der Fremdenverkehr betrifft und die davon profitieren. "Wir hören nur zu und schreiben mit", kündigt Dieter Lichte (SPD) an. Hintergrund der zweiten geplanten Bürgerversammlung mit dem Thema Dorfentwicklung ist ein Rückgang der Einwohnerzahl. Diese Entwicklung soll gestoppt, besser noch umgekehrt werden. Nach der jüngsten Portaner Statistik verzeichnet Kleinenbremen zusammen mit Holtrup auffallend hohe Verluste. Im Dorf befürchtet man, dass Infrastruktur verloren gehen könnte. "Wir sollten auch die Stadt erinnern, dass manche Straßen und Wege in katastrophalem Zustand sind", wie Heinrich Werkmeister (CDU) beklagt. Entwicklungspotenzial und die Chance zur Profilierung erkennt Friedrich Vogt (Bündnisgrüne) in Kleinenbremen und Wülpke vor allem im Bereich erneuerbarer Energien. Denkbar seien Projekte zur gemeinsamen Nutzung von Energie, Fotovoltaik etwa. Vorgestellt werden könnten diese unter anderem auf dem Dorfmarkt, der zuletzt einen zweiten Frühling erlebt hat. Auch die Nutzung von Grubenwasser, so Vogt, könne ein Thema sein.



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