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Einziger Lichtblick: Der Zuwanderungsboom hält weiter an - und mildert den Einwohnerschwund

Viel zu wenig Babys: Eilsen schrumpft erneut

Eilsen (tw). Die Statistiker im Niedersächsischen Landesamt haben ihre Hausaufgaben gemacht - doch das Ergebnis, die jüngste Bevölkerungsbilanz für Eilsen (Stand: Ende 2005), sieht unterm Strich nicht gut aus: Zwar gilt die Samtgemeinde offensichtlich als so attraktiv, dass die Zahl derer, die - neu - nach Eilsen ziehen, die Zahl derer, die abwandern, deutlich übersteigt. Aber: Die Zahl der Todesfälle übersteigt deutlich die Zahl der Geburten. Ergebnis am 31. Dezember: Die Zahl der Eilser schrumpfte zum dritten Mal in Folge - diesmal um 25 auf 6967 Einwohner. Zum Vergleich: Im "Rekordjahr" 2002 zählte die Samtgemeinde 7065Köpfe. Lichtblick immerhin: Die einzige der fünf Mitgliedsgemeinden, die einen Einwohnerzuwachs verzeichnet, ist Heeßen.

veröffentlicht am 17.01.2007 um 00:00 Uhr

Todesengel haben in Eilsen große Flügel - natürlich rein statist

Im Einzelnen: Die Samtgemeinde verzeichnete zum Jahresende 580 Fort-, aber 711 Zuzüge. Das macht einen Wanderungsgewinn von 131 (Neu-)Bürgern. Allerdings: Im Laufe des Jahres verstarben in Eilsen 187 Menschen; im gleichen Zeitraum wurden aber nur 31 geboren. Das Ergebnis ist ein Geburtendefizit von 156 Personen, das durch den Wanderungsgewinn nicht aufgefangen werden kann. Ahnsen: 1163 Einwohner zählte die Gemeinde am Jahresende, 23 weniger als noch im Jahr zuvor. Die Zahl der Fort- (91) und Zuzüge (89) hält sich in etwa die Waage, ergibt nur ein leichtes Minus beim Wanderungssaldo. Gravierender wirkt auch hier das Missverhältnis von Sterbefällen und Geburten: Nur zehn Erdenbürger erblickten übers Jahr verteilt in Ahnsen das Licht der Welt; im gleichen Zeitraum starben aber 31 Einwohner. Bad Eilsen: Der Kurort ist die einzige Gemeinde, bei der Bevölkerungszu- und -abnahme im Lot waren. Am Jahresende zählte das Bad 2292 Bürger; das ist exakt der Stand des Vorjahres. Im Einzelnen: 212 Einwohner kehrten Bad Eilsen den Rücken, 327 machten den Ort zu ihrer neuen Heimat. Ein Wanderungsgewinn von 115 Bürgern. Was die Bevölkerungsbilanz am Ende dennoch - nur - ausgeglichen macht, ist das Geburtendefizit, das in keiner der anderen Mitgliedgemeinden so deutlich ausfällt: 123 "Abgängen" standen in Bad Eilsen nur acht Zugänge gegenüber. Buchholz: Die von der Bevölkerung her kleinste der Eilser Mitgliedsgemeinden zählte am Jahresende 769 Einwohner - 14 weniger als im Vorjahr. Den Löwenanteil des Verlustes macht die Negativ-Bilanz beim Wanderungssaldo aus: 64 Buchholzer zogen fort, nur 54 kamen hinzu. Sieben Buchholzer starben, drei wurden geboren. Heeßen: Der Ort war die Eilser Ausnahme-Gemeinde - und zwar im positiven Sinn. Die Zahl der Heeßer stieg gegenüber dem Vorjahr um 15 auf 1593 Einwohner. Zwar übersteigt die Zahl der Todesfälle (20) auch dort die Zahl der Geburten (8). Aber Heeßen punktet beim Wanderungssaldo. 113 Bürger wanderten ab, 140 zogen hinzu. Macht unterm Strich besagten "Überschuss" von 15 Einwohnern. Luhden: Das Verhältnis von Bevölkerungszu- und -abnahme präsentierte sich am Jahresende nahezu stabil. Genau 100 Bürger kehrten Luhden den Rücken, 101 machten die Gemeinde im Laufe des Jahres zu ihrer neuen Heimat. Sechs Todesfällen standen im gleichen Zeitraum zwei Geburten gegenüber. Zusammen genommen, bedeutet das am Ende einen - leichten - Verlust von drei Einwohnern.

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