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Kita-Team aus Hastenbeck als Marte Meo-Praktiker zertifiziert

Videoreflexion „aus eigener Kraft“

Hastenbeck. Die von der Niederländerin Maria Aarts entwickelte Methode Marte Meo – „aus eigener Kraft“ ist nun auch Bestandteil der pädagogischen Arbeit im evangelischen Kindergarten Hastenbeck. Durch den Träger finanziert, erhielt das gesamte Kindergartenteam von der Marte Meo-Supervisorin Annette Langenhan die Fortbildung zum Marte Meo-Praktiker.

veröffentlicht am 18.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 17:19 Uhr

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Der entwicklungsfördernde und begleitende Ansatz lässt sich im Kindergartenalltag optimal einsetzen. Mithilfe der Videosequenzen sind sowohl die Entwicklung des Kindes als auch die Interaktion zwischen pädagogischem Personal und Kindern beobachtbar und sehr kleinschrittig reflektierbar. Die positive Herangehensweise und das Hervorheben gelungener Interaktionsprozesse stärken sowohl Kinder als auch die Erzieherinnen.

Die hinter Marte Meo stehende Grundhaltung findet sich in dem Hastenbecker Kindergarten bereits durch die Krippenpädagogik von Emmi Pikler und den psychomotorischen Ansatz von Bernard Aucouturier, der seit Jahren für alle Kinder im Kindergarten zum Einsatz kommt.

Das Kind im Mittelpunkt, dem Kind in seinen Handlungen folgen und seinen Ausdruck verstehen, sind vertraute Elemente. Die in der Ausbildung vermittelte Methode wirkt sich positiv auf den Kindergartenalltag aus. So schätzen einige Kolleginnen vor allem die Möglichkeit, Kinder sehr bewusst auf andere aufmerksam zu machen und sie so miteinander in Verbindung zu bringen.

Kinder werden in der Wahrnehmung der anderen sensibilisiert. Auf deren Stärken und Ideen aufmerksam gemacht, nehmen sie die anderen Kinder als interessante Spielpartner wahr. Viele Kinder reagieren mit sichtbarer Freude und Stolz auf Situationen, die von Erziehern genutzt werden, um sie „groß zu machen“, also ihre Handlung positiv hervorzuheben. Selbstbewusstsein und Freude am eigenen Handeln sind die Folge. Das bereits vertraute Element der sprachlichen Begleitung von Handlungen und Emotionen wird deutlich häufiger und vor allem bewusster eingesetzt.

Nicht nur die sprachlichen Kompetenzen, sondern auch die Möglichkeiten, eigene Befindlichkeiten mitzuteilen, werden gefördert; eine Fortbildung, von der durchweg alle profitieren konnten: die Erzieherinnen und Heilpädagoginnen als Erweiterung ihrer pädagogischen Kompetenzen, die Kinder, die in den direkten Genuss dieser Methoden kommen, und die Eltern, denen Fachpersonal mit zusätzlicher Qualifikation als Gesprächspartner zur Seite steht.

Die evangelische Kirchengemeinde Hastenbeck-Voremberg-Völkerhausen unter Pastorin Birgit Schulz hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig ihr die kleinsten Gemeindemitglieder sind. Das Kindergartenteam konnte in der hausinternen Fortbildung intensiv miteinander arbeiten und erhielt durch Annette Langenhan eine gute Basis, um weiterhin selbstständig in den regelmäßigen Dienstbesprechungen die Methode der Videoreflexion „aus eigener Kraft“ durchzuführen.

V. li.: Supervisorin Annette Langenhan, Kirchenvorstand Rita Wellhausen, Pastorin Birgit Schulz, die Heilpädagogen Marius Paulousek und Ute Uhlit, die Erzieherinnen Laura Krüger, Brigitta Käse, Agnes Ratz und Kita-Leiterin Ute Beermann.



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