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BBS-Schüler betreuen Kinder aus Tschernobyl

Victoija schmeckt's

Stadthagen (sk). In den Berufsbildenden Schulen Schaumburgs (BBS) gehört "Praxis" zum Alltag. Dass allerdings Gummistiefel über den Flur fliegen und Kinder in Säcken über das Parkett hüpfen, kommt nicht alle Tage vor. Unter anderem Wahrnehmungs- und Bewegungsspiele standen auf dem Programm, mit dem Schüler der Berufsfachschule Hauswirtschaft im Rahmen ihres Unterrichts zwölf Kinder aus dem strahlenverseuchten Tschernobyl betreut haben. Die Kinder sind in der Kirchengemeinde Sachsenhagen in Familien zu Gast, um sich zu erholen.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:27 Uhr

Victoija (7) schmecken die gesunden "Sachen". Foto: sk

Die Spiele in der BBS absolvierten die Kinder engagiert und mit viel Spaß. Die Jungen und Mädchen im Alter zwischen acht und 14 Jahren beteiligten sich außerdem an der Zubereitung ihres Mittagessens. Gemeinsam mit den Hauswirtschaftsschülern schnippelten sie Obst und Gemüse, bereiteten Salate und warme Speisen zu. Am bunt gedeckten Tisch - auch hierfür zeichnetendie BBS-Schüler verantwortlich - fiel besonders ein kleines Mädchen durch ihr freundlich-fröhliches Wesen auf. Dabei geht es gerade Viktoija (7) zu Hause nicht besonders gut, so Begleiter Volker Töpp aus Sachsenhagen. Die Siebenjährige stammt aus sehr armen Verhältnissen. Die jungen Mädchen,die sie am Morgen in der Berufsschule betreuten, hatte Viktoija am Abend noch nicht vergessen. Einige BBS-Schülerinnen waren mit Lehrerin Martina Born-Fellner nach Sachsenhagen gefahren, wo die Kinder aus Tschernobyl in einem Konzert sangen. Viktoija, so Töpp, habe die Stadthäger gleich wiedererkannt und sei freudestrahlend auf die Gäste zugegangen.

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