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Fürstenpaar überreicht das Bürgergeschenk an den Hospiz-Förderverein / Weitere Spenden benötigt

"Via": 2615 Euro für eine "lobenswerte Initiative"

Bückeburg. Wir werden immerälter. Gut so. Der letzte Schritt im Leben - der aus dem Leben heraus - findet oft unter Bedingungen statt, die zwar in der Regel nicht menschenunwürdig sind, aber in Zeiten der Kostendämpfung im Gesundheitswesen für die Betreuung des Sterbenden wenig Raum lassen. Es gibt Hospize, in denen unheilbar Kranke ihre letzten Wochen, Tage, Stunden verbringen können - aber im Schaumburger Land gibt es heute noch keine solche Einrichtung. Sterbende aus unserer Region können, wenn überhaupt, in den entfernt liegenden Hospizen in Lübbecke, Pyrmont und Hannover untergebracht werden. Diese Lücke im Versorgungsangebot will "Via" schließen. Der im Dezember 2005 gegründete Förderverein hat sich nicht die aktive Hospizarbeit auf die Fahnen geschrieben. Stattdessen möchte "Via" Geld sammeln, damit im Schaumburger Land ein Hospiz gegründet und betrieben werden kann. Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe hat dem Verein jetzt eine Spende von mehr als 2600 Euro überreicht.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 15:21 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:06 Uhr

Hilfe für "Via": Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe (v.r.) über
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Thomas Meinecke Redakteur zur Autorenseite

Genau genommen sind es 2615 Euro. Es handelt sich dabei um den unverbrauchten Rest des Betrages, den die Bückeburger gespendet hatten, um davon ein Gemälde als Geschenk zur Hochzeit des Fürstenpaares zu kaufen. Der Fürst: "Freundlicherweise haben die Bückeburger meiner Frau Nadja und mir die Entscheidung darüber überlassen, was mit dem Geld letztlich geschehen soll - und es war beileibe nicht schwer, die Prioritäten zu setzen: Bei dieser lobenswerten Initiative ist es genau richtig aufgehoben." Via-Vorsitzende Edeltraut Müller, ihr Stellvertreter Hans-Dieter Liebelt und Monika Henze vom Stadthäger Via-Pendant "Lichtblick" bedankten sich bei dem Fürstenpaar für dessen Unterstützung. "Dieser Scheck hat Signalwirkung", hofft Müller auf weitere Spenden. Tatsächlich ist viel Geld nötig, um ein stationäres Hospiz für das Schaumburger Land gründen zu können. Alleine 25 000 Euro werden benötigt, um eine als Trägergesellschaft dienende gemeinnützige GmbH aus der Taufe heben zu können. Mit sechs bis acht Betten als Mindestvoraussetzung ausgestattet, würde der laufende Betrieb weitere Spenden erfordern, da die Pflegekassen nur 80 bis 90 Prozent der Kosten erstatten. Bei geschätzten Betriebskosten von 50 000 Euro im Monat wären also zwischen 5000 und 10 000 Euro monatlich außer eigener Kraft aufzubringen - auch mittels Spenden. Spendenkonten: "Via" hat bei der Volksbank in Schaumburg (Bankleitzahl 255 914 13) das Konto 5 511 111 400 und bei der Sparkasse Schaumburg (Bankleitzahl 255 514 18) das Konto 321 910 911 eingerichtet.



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