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Udo Ziert stellt neues Programm für den Bereich Bückeburg vor / Steigende Teilnehmerzahlen aus der Region

VHS setzt auf Literatur, Musik und noch mehr Kunst

Bückeburg (mig). Das neue Herbst-Programm der VHS Schaumburg hat noch einmal an Gewicht zugelegt. "Die Zahl der Veranstaltungen ist größer geworden, außerdem haben wir uns gerade in Bückeburg bemüht, das Spektrum zu erw eitern", sagt Udo Ziert von der VHS-Geschäftsstelle am Schloss. Um den Standort Bückeburg noch attraktiver zu machen, wird im November eine neue Veranstaltungsreihe begonnen.

veröffentlicht am 23.09.2008 um 00:00 Uhr

Udo Ziert mit dem "attraktiven" VHS-Programm in Bückeburg.

Eine Pilot-Veranstaltung der Reihe "Literarisch-Musikalische Vorträge" gab es schon im vergangenen Jahr. "Der Vortrag im Staatsarchiv war ein Versuchsballon, der gut angenommen wurde", sagt Udo Ziert. Diesmal findet die Veranstaltung in der Musikschule Schaumburger Märchensänger statt. Am 9. November um 18.30 Uhr lesen Antje und Martin Schneider deutsche Balladen, Gabriele Müller wird die Texte am Klavier kommentieren. Am 22. November um 17 Uhr steht dann die Lyrikerin Mascha Kaleko (Lesung: Susanne Meeske-Geffroy; Klavier: Tomek Ostrowski) auf dem Programm. "Diese Mixtur soll die Arbeit am Text etwas auflockern und das traditionelle Programm ergänzen.Außerdem erhoffe ich mir davon eine Freisetzung von Sogeffekten. Wir wollen uns bemühen, die VHS in Bückeburg noch attraktiver zu machen, als sie schon ist", so Ziert. Auch für den künstlerischen Bereich will sich die VHS in Zukunft öffnen, weitere Kooperationen sind schon angedacht, etwa mitdem Kulturverein. Aber nicht nur in diesem Bereic, hat die VHS wieder ein buntes Programm geschnürt. Die Angebots-Palette ist noch breiter geworden, außerdem sind etliche neue Kurse hinzugekommen. "Wir wollen schauen, wie wir möglichst viele Bückeburger ansprechen können", betont Ziert. Dass das bisher gut gelungen ist, zeigen die weiter steigenden Teilnehmerzahlen in allen Altersklassen. Inzwischen kommen die Teilnehmer nicht mehr nur aus Bückeburg, sondern auch aus Minden oder Petershagen zu den Kursen. "Dort wird nicht mehr alles angeboten", erklärt Ziert dieses Phänomen. Außerdem gefällt den "Schülern" das abwechslungsreiche Semester-Programm. Für jeden ist etwas dabei, viele Kurse sind nah am Puls der Zeit. Das gilt für "Pubertät - oder: Wie umarmt man einen Kaktus?" genauso wie für "Tabakentwöhnung und Nichtrauchertraining". Ebenfalls ein wichtiges Problem, das den Bürgern unter den Nägeln brennt, ist das Thema Energiesparverordnung ("Der Energieausweis für Wohngebäude"). Ziert: "Wir versuchen immer neue Entwicklungen in den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen, in unser Programm mit aufzunehmen." Das gilt auch für den Einbürgerungstest für Migranten. "Man kann den Test nach zwei Wochenenden bei uns vor Ort ablegen. Wir sind im ständigen Kontakt mit der Ausländerbehörde." Ein Dauerbrenner ist auch in diesem Semester das Thema Gesundheit und Ernährung. Hier explodierten die Anmeldezahlen in den vergangenen zehn Jahren förmlich, nur im Sprachen-Bereich gibt es mehr Teilnehmer. Neben einem "Kochkurs für Männer" ("mehr Selbstständigkeit lernen"), kann man "Mit Qi Gong durch die Wechseljahre" kommen. Im Bereich Yoga gibt es sogar gleich drei Kurse. "Wir könnten sogar noch mehr Yoga-Kurse anbieten, uns fehlen aber weitere Kräfte", sagt Ziert. Alle Bereiche des Gehirns soll dagegen der Kurs "Im Alter fit bleiben - Gedächtnistraining" anregen. Das ganzheitliche Training umfasst zusätzlich Bewegungsübungen. Ein ganz neuer Bereich wurde unter dem Titel "Bildung und Behinderung" eingerichtet. Als Resultat eines europaweiten Kooperations-Projekts werden hier sieben Kurse (beispielsweise "Film ab!" oder "Auf eigenen und gemeinsamen Wegen") angeboten. "Wichtig ist die Nachhaltigkeit. Diese Projekte sollen fortgeführt werden", so Ziert. Einer großen Beliebtheit erfreuen sich auch die Seminare rund um Geschichte, Gesellschaft und Politik. In Zusammenarbeit mit der Schaumburger Land Tourismusmarketing e.V. wird hier ein neuer Kurs zum Thema "Mittelalter, Renaissance und Barock im Schaumburger Land" angeboten.

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