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Offizielle Eröffnung / Neun zusätzliche Räume / Zweckmäßig und solide / 340 000 Euro Kosten / Schwarze mit Herzblut

VfL-Umkleidetrakt: Optimum des Machbaren verwirklicht

Bückeburg (bus). "Letztlich ist hier das Optimum des derzeit Machbaren verwirklicht worden", hat Bürgermeister Reiner Brombach am Freitag während der offiziellen Eröffnung des im Jahnstadion frisch errichteten VfL-Umkleidetrakts unterstrichen. "Jetzt können wir Quantität und Qualität wieder im Gleichklang nach vorn bringen", meinte Vereinspräsident Erich Koch. Die Komplimente galten einer Maßnahme, die nach elfmonatiger Bauzeit die viele Jahre andauernde Kabinen-Not des Großvereins zu lindern verspricht. Der vorherige Zustand mit vier Umkleidemöglichkeiten sei unhaltbar gewesen, sagte Koch.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 14:09 Uhr

Karl-Heinz Drinkuth (rechts) würdigt das Engagement von Erich Sc

In dem vom Ingenieurbüro Wehmeyer (Warber) konzipierten Neubau stehen den Aktiven neun zusätzliche Räume zur Verfügung - vier zum Umkleiden und Duschen, zwei (mit separaten Eingängen, Brausebädern und Toiletten) für Schiedsrichter, zwei zur Aufbewahrung von Gerät und einer für allgemeine Zwecke (Besprechungen,Schulungen, Massagen etc). Auf der Spielfeldseite bietet eine drei Meter breite Überdachung den Zuschauern Schutz. Der 300 Quadratmeter große Trakt bietet allerdings keinen Luxus, was auch nicht beabsichtigt war. "Zweckmäßig und solide", betonte Koch, hätten die Vorgaben gelautet. Diesen Prämissen konnte in finanzieller Sicht nicht vollends Folge geleistet werden. Der Verein für Leibesübungen hatte die Kosten ursprünglich mit 300 000 Euro benannt. In der Schlussabrechnung werden wohl 40 000 Euro mehr auftauchen. Wovon die Stadt über Zuschüsse und Darlehen die größte Portion (268 000 Euro) trägt; der Kreissportbund steuert 58 000 Euro bei. Ein sehr hoher Anteil, stellte Koch heraus, sei auf das Konto Eigenbeteiligung der Mitgliedschaft zu buchen. Brombach gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die derzeitige Heizungsanlage (die Versorgung des Neubaus erfolgt über das im Nebengebäude stehende altertümliche Aggregat) "vielleicht in naher Zukunft" ersetzt werden kann. Es sei jedoch von Vorteil, "wenn der Kessel noch zwei bis drei Jahre hält". Karl-Heinz Drinkuth erinnerte an das Engagement von Erich Schwarze. Das VfL-Ehrenmitglied habe 1 000 Stunden ehrenamtlich in das Projekt investiert und "Tag für Tag Herzblut eingebracht". Der für den Kreisfußballverband sprechende Redner überreichte Schwarze eine von DFB-Präsident Theo Zwanziger unterzeichnete Anerkennungsurkunde und einen mit den Autogrammen der Weltmeister von 1990 beschriebenen Fußball. "Der Verein wäre ohne dich fast undenkbar", hob Drinkuth unter dem Beifall der Eröffnungsgäste hervor. Der Bürgermeister fasste, bevor es zum Imbiss ging, seine Eindrücke umfassender zusammen: "Heute ist ein schöner Tag für Bückeburg."

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