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Viele Fragen zur Zukunftsgestaltung in der Jahreshauptversammlung / Dank an Helmut Müller und Heinrich Lassel

VfL will sich den Interessen von Familien anpassen

Hameln. Helmut Müller und Heinrich Lassel standen im Mittelpunkt der über 100 Mitglieder vom VfL Hameln, als sie von Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann mit einer Urkunde und einer Ehrenamtsratte für ihre besonderen langjährigen Verdienste geehrt wurden.

veröffentlicht am 01.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 21:41 Uhr

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Helmut Müller (88) hatte 41 Jahre lang verschiedene Funktionen im Vorstand wahrgenommen, darunter über 15 Jahre die des Schatzmeisters, zuletzt als Sozialwart. Heinrich Lassel (62) hat vor fast 40 Jahren die Basketball-Sparte aus der Taufe gehoben und ist bis heute ihr Abteilungsleiter. Neun Mannschaften nehmen zurzeit am Spielbetrieb teil.

Nach seiner Wiederwahl zum 1. Vorsitzenden wurde Udo Wolten vom KSB-Vorsitzenden Fred Hundertmark mit der bronzenen Ehrennadel geehrt, es beginnt nun sein zwölftes Amtsjahr. Auch Peter Krawczyk (3. Vorsitzender) wurde wiedergewählt, ebenso Sportwart Uwe Petersen.

Verabschiedet wurde als Mitgliederwart nach acht Jahren Manfred Sasse, und der Verein entschied einstimmig, Elvira Lange als seine Nachfolgerin zu wählen.

Für 25-, 40- und 50-jährige Mitgliedschaft gab es Nadeln, Blumen und Urkunden. Besonders hervorgehoben und bedankt wurden Horst Barteldes, Otto Baukmeier, Karl-Heinz Janosch, Volker Peitzmeier, Hartmut Schmidt, Wolfgang Schmidt und Ilse Witt für ihre 60-jährige Treue. Schatzmeisterin Birgit Hunte legte den Jahresabschluss für 2011 vor, den die Kassenprüfer Frank Klose und Achim Lohmann geprüft und für vortrefflich belegt erklärten. Rund 340 000 Euro wurden im vergangenen Jahr bewegt, wobei die Ausgaben für angestellte und ehrenamtlich tätige Lehrkräfte und Übungsleiter mit etwa 193 000 Euro zu Buche schlagen, während die Mitgliedsbeiträge mit 222 000 Euro den größten Einnahme-Anteil ausmachten. Der Haushaltsplan für 2012 sieht eine Summe von 313 000 Euro (Einnahmen/Ausgaben) vor.

Nur durch Beitragserhöhung (seit April 2011) konnten die Mehrkosten ausgeglichen werden, sodass in der Versammlung das Thema Finanzen für Gesprächsstoff sorgte. Der Gesamtvorstand erhielt den Auftrag, Vorschläge für weitere Einnahmen zu erarbeiten und der Mitgliederversammlung 2013 vorzutragen. Bei den Übungsleiter-Vergütungen sei dementsprechend derzeit keine Steigerung möglich. Dank der Einnahmen für Werbeflächen können zwei Mannschaftsbusse genutzt werden. Die Mitgliederzahlen konnten nach dem Jahreswechsel bis Februar auf 2371 gesteigert werden, allerdings sind das deutlich weniger Mitglieder als im Januar 2011. Das Thema Sportverein als Solidargemeinschaft zog sich wie ein roter Faden durch die Diskussionen in der Jahreshauptversammlung. So wurde die Frage angesprochen, was ein Sportverein für Familien anbieten kann und wie Trendsportarten aufzunehmen sind, die eventuell auch für mehrere Generationen attraktiv sind. Gefragt wurde nach Traditionsbewusstsein und Vereinstreue unter Senioren. Bei dieser Altersgruppe hat der VfL viele Austritte zu vermerken.

Gefragt wurde auch, wie Leistungssport so finanziert werden kann, dass es für die Gesamtheit noch tragbar und erträglich ist? Sportvereine sind eingeladen, auch in den Schulen Angebote für Sport zu machen. Sie sind als gesellschaftliche Partner gefragt – aber die Entlohnung der Übungsleiter ist gering. Sportvereine sehen sich auch mit der Stadt im Bunde, wie der Vorsitzende ausführte. Gern und dankbar werden die bereitgestellten Sporthallen und Sportplätze genutzt. Der Zustand mancher Hallen, zurzeit besonders der Sporthalle Nord – darauf wies auch KSB-Vorsitzender Fred Hundertmark hin – sei bedenklich. Es gäbe zwar Verständnis für die finanziellen Engpässe der Stadt, aber auch die Bitte, mutige Schritte zu wagen, berichtet Udo Wolten.

Der Vorstand und die geehrten Mitglieder vom VfL Hameln.

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