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Beitragserhöhung wird bei Hauptversammlung einstimmig gebilligt / Ehrungen und Neuwahlen

VfL Hameln klagt über Mitgliederschwund

Hameln (rhs). Wie bei vielen anderen Vereinen hält auch beim VfL Hameln, mit knapp 2500 Mitgliedern größter Sportverein im Kreisgebiet, der Mitgliederschwund an. „Wir hatten in den 90er Jahren schon einmal tausend Mitglieder mehr. Doch danach ging es ständig abwärts“, so Vorsitzender Udo Wolten in seinem Jahresbericht bei der Hauptversammlung im Vereinsheim.

veröffentlicht am 23.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 22:41 Uhr

Dennoch ist der VfL-Chef stolz darauf, dass das sportliche Angebot in den verschiedenen Abteilungen nicht nur gut angenommen wird, sondern sich die Mitglieder überall gut aufgehoben fühlen. Übrigens nicht nur in den Sparten, die wie Handball oder Basketball zu den Aushängeschildern des Nordstadtvereins gehören, sondern auch bei den vielen Gesundheitsangeboten, die immer größeren Zulauf finden und bei denen es schon seit geraumer Zeit eine vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit dem anderen städtischen Großverein TC gibt. „Irgendwann in naher Zukunft könnte es sogar zu einer Fusion der beiden Vereine kommen“, so Wolten in seiner Vorausschau.

Den Jahresberichten des Führungsgremiums war zu entnehmen, dass von den hauptamtlichen Lehrkräften sowie den vielen Übungsleitern überall gute Arbeit geleistet werde. Doch wie lange das bei sinkender Mitgliederzahl und steigenden Verbandsabgaben noch zu bezahlen ist, das bereitet nicht nur Wolten, sondern auch dem scheidenden Schatzmeister Klaus Nürge große Sorgen. Damit der Verein überhaupt liquide bleibt, wurde seitens des Vorstandes eine maßvolle Beitragserhöhung vorgeschlagen, die von der Versammlung einstimmig gebilligt wurde. „Damit haben wir wieder ein kleines finanzielles Polster.“

Bei den Neuwahlen gab es drei personelle Veränderungen im geschäftsführenden Vorstand. Neuer 2.Vorsitzender wurde Ralf Rösemann (44), der die seit 1999 amtierende und bereits 40 Jahre im Vorstand mitarbeitende Margret Lassel (62) ablöste. Er tritt dabei in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters Günter, der ebenfalls lange Jahre Vize beim VfL war. Zur neuen Schatzmeisterin wurde Birgit Hunte (47) gewählt, die den seit 22 Jahren (allerdings mit Unterbrechungen) fungierenden und aus Altersgründen ausscheidenden Klaus Nürge ablöste. Nach fünfjähriger Vakanz verfügt der VfL mit Gerhard Schramm auch wieder über einen Oberturnwart.

VfL-Chef Udo Wolten (2. v. rechts) und die geehrten, langjährigen VfL-Mitglieder. Fotos: rhs

Zahlreich waren auch die Ehrungen an diesem Abend. So überreichte KSB-Vorsitzender Fred Hundertmark an Margret Lassel die goldene Ehrennadel des Landessportbundes sowie an Klaus Nürge die goldene KSB-Nadel. Die silberne Ehrennadel des Deutschen Leichtathletikverbandes hatte Kreisvorsitzender Manfred Schäfer für Peter Nitschke, Volker Peitzmeier und Anton Ruscheinsky mitgebracht. Und Kreis-Turnerboss Wolfram Wittkopp ehrte Udo Wolten, der seit zehn Jahren an der Spitze des VfL steht und auch „Vater des runden Tisches“ in Hameln ist, mit der Silbernadel des Deutschen Turnerbundes.

Aber auch der Verein vergaß seine verdienten und langjährigen Mitglieder nicht. Helga Fricke gehört dem Verein bereits seit 60 Jahren an, Margret Lassel, Gaby Müller, Hannes Ziegler und Lothar Kloss bringen es auf 50 Jahre. Für alle fünf gab es die entsprechende Goldnadel. Von den weiteren Goldnadelempfängern (40 Jahre) mit Ludwig Bode an der Spitze waren nur acht erschienen. Überhaupt war die Resonanz an der Hauptversammlung mit 60 Teilnehmern ausgesprochen schwach.



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