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Trainer Timo Nottebrock setzt wieder auf mannschaftliche Geschlossenheit

VfL Bückeburg Gastgeber für die Solisten-Truppe vom VfV Hildesheim

Niedersachsenliga (ku). Es war eine tolle Vorstellung der Bückeburger gegen den hohen Favoriten VfB Oldenburg, die faustdicke Überraschung gelungen. Nun geht es an die Bestätigung. Am kommenden Sonntag hat der VfL Bückeburg erneut Heimrecht, zu Gast ist der VfV Borussia Hildesheim.

veröffentlicht am 27.10.2006 um 00:00 Uhr

Jan Steininger: Die rechte Seite ist sein Terrain. Foto: ph

Die Hildesheimer liegen derzeit auf dem elften Tabellenplatz der Niedersachsenliga, hatten am letzten Spieltag den SC Langenhagen zu Gast und spielten 1:1. Für die Bückeburger wurde in den letzten zwei Spielen der Ruck überdeutlich. Wie schon bei dem Auswärtssieg in Langenhagen präsentierte sich die Nottebrock-Elf auch gegen Oldenburg als echte Einheit, ein Team mit einer vorbildlichen Einstellung, bei der jeder für den anderen kämpfte. Selbst eine Stunde Unterzahlspiel nach der Tätlichkeit von Ferit Tarak konnte dieses mannschaftliche Gefüge nicht zerfallen lassen. Trotzdem verliert der Bückeburger Coach vor dem Spiel gegen Hildesheim nicht den Blick für die Realität: "Das waren zwei Supervorstellungen. Da aber auch die anderen Mannschaften aus den unteren Regionen gepunktet haben, hat sich unsere Ausgangslage nur unwesentlich verändert. Dieser siebte Tabellenplatz sieht zwar gut aus, ist sicherlich aber nur eine Momentaufnahme, die uns mit Sicherheit nicht überheblich werden lässt. Auch nach guten Leistungen fängt das nächste Spiel wieder bei Null an und wir werden für den Erfolg wieder an unsere Grenzen gehen müssen!" Der derzeitige Tabellenplatz der Gäste aus Hildesheim spiegelt nicht das wahre Leistungsvermögen der Mannschaft um den 38-jährigen Spielertrainer Andreas Golombeck wieder. Zum Saisonstart wurden einige Hochkaräter an die Hildesheimer Pottkuhle geholt. Bestens bekannt dabei die Ex-Bockenemer Kevin Köhler, Damian Brezina und Ertan Ametovski, dazu noch den erfahrenen Abwehrspieler Sven Pohl vom SC Langenhagen. Torjäger Ametovski erzielte bislang fünf der zwölf Hildesheimer Treffer, am besten schlug allerdings das Allround-Talent Kevin Köhler ein. Trainer Nottebrock zeigt Respekt vor dem Gegner: "Hildesheim ist ein ganz dicker Brocken, besetzt mit vielen guten Einzelspielern. Allerdings ist aus den elf Solisten noch kein gutes Orchester geworden. Wenn das gelingt, wird die Mannschaft noch für einige positive Überraschungen sorgen und zum Saisonende den angepeilten Platz in der Spitzengruppe erreichen." Im Bückeburger Lager wird sich personell wenig ändern. Cord-Hendrik Möller wird weiter ausfallen, Ferit Tarak ist gesperrt, Andreas Kramer konnte nicht trainieren und hinter Chalil Chalil steht noch ein Fragezeichen. Niko Werner dagegen ist wieder im Training und sammelte am Mittwoch im Kreispokalspiel der Reserve wieder Spielpraxis. Und die komplette Bückeburger Mannschaft tankte in der Woche wieder kollektiv den nötigen Teamgeist, besuchte auf Einladung der "Kinofreunde" in Bad Nenndorf den Fußballfilm "Deutschland - ein Sommermärchen". Anschließend gab es ein Treffen mit einer Autogrammstunde und einem Interview mit 96-Coach Dieter Hecking.

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