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Diese Themen will der neue Oberbürgermeister nun angehen

Vertrag fürs Tierheim - Kostendeckel fürs Schulzentrum

Hameln. Die Stadt hat sich in eine schwierige Lage manövriert: Sie hat den Vertrag mit dem Tierheim zum Jahresende gekündigt – aufgrund steigender Kosten. Eine Alternative, was nun mit Hamelner Fundtieren passieren soll, hatte die Verwaltung allerdings nie. Dieses Problem soll nun schnell vom Tisch: An seinem ersten Arbeitstag als Oberbürgermeister kündigte Claudio Griese an, mit dem Tierheim „in Dialog treten“ zu wollen. Das Ziel: Er möchte den Vertrag „rechtlich und technisch“ wieder in Kraft setzen. Er könne „nicht nachvollziehen, warum der Vertrag aufgekündigt worden ist“, sagte Griese. „Die Kostensteigerung war bekannt.“ Zudem fielen die Kosten für die Stadt in diesem Jahr geringer aus als zunächst befürchtet.

veröffentlicht am 04.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2015 um 11:15 Uhr

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Der neue OB äußerte sich in seiner ersten Pressekonferenz noch zu zahlreichen weiteren Themen. Ein Schnelldurchlauf:

Schulzentrum Nord: Griese kündigte an, die Kosten für das Schulzentrum zu deckeln. „Eine Kostenbegrenzung ist erforderlich“, sagte er, „die brauchen wir einfach.“ Eine Höhe nennt Griese noch nicht. Bisher sind für die Umbauten an Albert-Einstein-Gymnasium und Integrierter Gesamtschule 21,2 Millionen Euro veranschlagt.

Neues Klima – besseres Image: Griese kündigte an, er wolle „ein neues Kapitel für die Stadt Hameln aufschlagen“, bezogen auf das Klima in der Stadt wie im Rathaus. Das Image soll aufpoliert, die Stadtverwaltung bürgerfreundlicher werden. Erste Maßnahmen in diese Richtung will Griese in Kürze vorstellen. Die Verwaltung müsse „den Menschen das Gefühl geben, dass man sie ernst nimmt“.

Strategische Ziele: Griese will die OB-Stabsstelle aufwerten. So werden etwa ein eigenes Referat Wirtschaftsförderung und ein neues Referat „Strategische Grundsatzfragen“ geschaffen. Letzteres soll sich vor allem um die Erstellung des vom CDU-Kandidaten Griese im Wahlkampf angekündigten „Masterplans 2030“ kümmern, in dem strategische Ziele der Stadt festgelegt werden. Bei der Zielfindung sollen im kommenden Jahr der Stadtrat und auch die Bürger beteiligt werden.

Rathaussanierung: Derzeit sind im vierten Stock, in der Finanzabteilung, die Bauarbeiter im Einsatz – es kam Wasser durchs Dach. Griese will mit Stadtbaurat Hermann Aden nun Perspektiven für das Rathaus entwickeln, „die wir diskutieren können“. Am jetzigen Standort der Verwaltung will Griese festhalten.

ÖPNV: Die Hamelner KVG und das landkreiseigene Busunternehmen VHP sollen näher zusammenrücken, sagt Griese. Ziel sei: „eine Gesellschaft“, also die Fusion. Noch bis Ende des Jahres soll hier eine Grundsatzentscheidung fallen. Wie diese Gesellschaft aussehe und wer welche Anteile daran bekomme, sei noch offen.

Bäder: Der neue OB will die Hamelner Bäder – Südbad, Hallenbad und Waldbad Sünteltal – in eine neue Rechtsform überführen.

Sauberkeit: „Hameln ist in einigen Teilbereichen keine schöne Touristenstadt“, stellte Griese fest. Er will die Sauberkeit der Stadt verbessern.

Verkehrslärm: Autolärm in Wohnquartieren sei für viele Hamelner ein drängendes Problem, schildert Griese seinen Eindruck aus dem Wahlkampf. Also will er das Thema Verkehrsberuhigung angehen.

Flüchtlinge: Angesichts der Gräueltaten der Terrormiliz „Islamischer Staat“ werde auch die Region mit einer größeren Zahl von Flüchtlingen rechnen müssen. „Ich will vorbereitet sein“, sagt OB Griese. Deshalb plane er einen runden Tisch zum Thema mit Vertretern des Landkreises.



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