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VSV Rinteln feiert 50-jähriges Bestehen / Ehrungen im feierlichen Rahmen

Versehrtensportler: Gold-Jubiläum mit doppeltem Bossel-Turnier

Rinteln (who). Die bekanntesten und größten öffentlichen Veranstaltungen des Versehrtensportvereins Rinteln sind die beiden jährlich stattfindenden Bosselturniere. Zur Feier seines 50-jährigen Bestehens am vorigen Sonnabend hat der VSV sogar beide Turniere am selben Tag ausgerichtet und die Siegerehrung dieses Mal vor über 200 Gästen im Brückentorsaal zelebriert.

veröffentlicht am 06.09.2008 um 00:00 Uhr

Hans-Herbert Bents aus Hannover, Geschäftsführer des Behinderten

Alle Gratulanten zollten in ihren Grußworten den Versehrtensportlern Respekt und Anerkennung für ihr Engagement bei der Integration und Mobilerhaltung von Menschen mit verletzungsbedingten körperlichen Leistungsbeeinträchtigungen. Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier erinnerte, in der ersten Zeit nach Gründung seien es die Kriegsheimkehrer gewesen, die in den Versehrtensportvereinen Unterstützung für ihre Vitalisierung gefunden hätten. Ebenso wie die "gelebte Gemeinschaft des Ehrenamtes". Der VSV Rinteln sei einer dieser Vereine gewesen als Zusammenschluss "von Versehrten, die Sport im Rahmen ihres Leistungsspektrums ausführen wollten", so Rintelns Ortsbürgermeister. Karl Lange als stellvertretender Bürgermeister stellte heraus: "Der VSV hat nicht nur den Rahmen für sportliche Erfolge gestellt, sondern auch für soziale Integration, Geselligkeit und ein Stückchen Heimat." Die regelmäßige sportliche Betätigung steht im Vordergrund beim VSV, belegt das Übungsangebot mit Gymnastik- und Herzsportgruppen. Darüber hinaus ist die Bosselabteilung ein echter Bringer und das Aushängeschild des Vereins. Innerhalb der Versehrtensportvereine ist das Alfons-Ordelheide-Pokalturnier der Teilnehmer-Magnet, der jedes Mal zahlreiche befreundete Gruppen nach Rinteln zieht. Das Stadt-Bosselturnier ist die andere große Veranstaltung, bei der der VSV seine Verbindungen zu den Rintelner Vereinen und Institutionen pflegt. Mit 13 Teams war das Alfons-Ordelheide-Pokalturnier dieses Mal besetzt, das die Behindertensportgemeinschaft Hameln gewonnen hat vor den Teams aus Misburg und Hannover. Bei den 20 Mannschaften aus Rinteln gewannen wieder einmal die Seriensieger von Stadt und Stadtwerken vor der Vereinigten Turnerschaft und der DLRG. Von ihren derzeit 143 eigenen Mitgliedern stellte der Versehrtensportverein Rinteln zur Jubiläumsfeier besonders sechs in den Mittelpunkt für ihr ehrenamtliches Engagement: Sportwart Walter Kölling, Sozialwart Paul Meinitz, Mitgründer Gerhard Quicker, Fritz Hanke sowie Alexander Hetzer als Sportarzt des Vereins und Erich Kleinwächter, der sich vielfältig in die Mitarbeit im Verein eingebracht und sogar 30 Mal das Goldene Sportabzeichen erworben hat. Auf Hanke und Hetzer wartete darüber hinaus die Goldene Ehrennadel des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen. Die Silberne Ehrennadel ging an Kölling. Für Gerhard Quicker und Alexander Hetzer, die der Feier fern bleiben mussten, wird die Ehrung demnächst nachgeholt.

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